Fachtagung: 15 Jahre SIPT

" />
Modul Anmeldung

Fachtagung 10.10.20

Das SIPT feiert sein 15-jähriges Bestehen mit einer Fachtagung!

Thema: Neue Entwicklungen im psychodynamischen Traumaverständnis

Fachtagung: 15 Jahre SIPT

Wie kann die Beziehung im Verlauf einer Traumatherapie, als auch im pädagogischen Kontext gestaltet werden, damit Entwicklung möglich wird?
Dies wird Thema der Jubiläumstagung zum 15-jährigen Bestehen des SIPT sein. Dabei stehen symboltheoretische Überlegungen im Vordergrund. Prof. Dr. Reinhard Fatke zeigt auf, dass Phantasieren im Kindesalter als eine spezifische Form der Symbolbildung zur Bewältigung von irritierenden Erlebnissen verstanden werden kann.
Dipl.- med. Natascha Unfried veranschaulicht, wie pränatal / präverbal erlebte Traumata innere Bilder nachhaltig gestalten und Prof. Dr. Pia Andreatta rundet den Vormittag mit ihrem Vortrag über Sprachbilder und Symbolisierung ab.
Prof. Dr. Heinrich Deserno zeigt anschliessend auf, welche Bedeutung der Symbolbildung bei Panik- und Persönlichkeitsstörungen zukommt.
Prof. Dr. Carl Scheidt erläutert abschliessend Spiegelungs – und Resonanzprozesse in der Therapie.
Wir freuen uns, Sie bei unserer Tagung begrüssen zu dürfen

Programm

08.15 Begrüssungskaffe
08.45 Begrüssung durch Prof. Dr. phil. Rosmarie Barwinski
09.15 Trauma und Symbolisierung im pädagogischen Diskurs
10.45 Geboren, um zu spielen
11.45 Über Sprachbilder und Symbolisierung
12.45 Mitagessen
14.00 Symbolbildung und Trauma
15.00 Spiegelungs – und Resonanzprozesse in der psychoanalytische Behandlung
16.30 Diskussion mit den Referenten
17.30 Abschluss der Tagung und Apéro

 

Referate

Trauma und Symbolisierung impädagogischen Diskurs
Im ersten Teil des Vortrags wird ein kritischer Blick auf die Rezeption des Trauma-Verständnisses in der „Traumapädagogik“ geworfen. Der zweite Teil behandelt das Phantasieren im Kindesalter als eine spezifische Form der Symbolbildung zur Bewältigung von irritierenden Erlebnissen und Welterfahrungen sowie als eine „Erkundungsfahrt in die Möglichkeit“, die zur (besseren) Wirklichkeit werden kann.
Prof. Dr. Reinhard Fatke, Universität Zürich

Geboren, um zu spielen
Im Vortrag werden die durch erlebte früheste Bedro- hungen (Vernachlässigung, Gewalt u. a.) entstande- nen Körpersymptome und die blockierten Spielhand- lungen und kompensatorischen Ausgestaltungen aufgezeigt. Im zweiten Teil des Vortrages steht die Differenzierung der Gegenübertragung als diagnosti- sche Möglichkeit und die Auflösung der Zeitfusion und Entwicklungsblockierung in der Therapie im Vor- dergrund.
Dipl.- med. Natascha Unfried, Chemnitz

Über Sprachbilder und Symbolisierung
Über die Fragen der Erzählbarkeit traumatischen Ge- schehens hinaus sollen Sprachbilder und sprachliche Repräsentation in der Narration über Trauma in den Blick genommen werden. Inwieweit ist die (Bilder-) Sprache und Metaphorik über Trauma Ausdruck für Symbolbildung? Welche Verbindung zu Prozessen der Mentalisierung könnten verstanden werden? Und vor allem, welche Bedeutung findet dies im therapeutische Geschehen? Auf Basis von konkreten Aussagen in nar- rativen Interviews sollen diese Fragen erörtert werden.
ass. Prof. Pia Andreatta, Universität Innsbruck
 
Symbolbildung und Trauma
Im Rahmen der Panik- und Persönlichkeitsstörungen- Studie fielen die traumatischen Belastungen dieser PatientInnen auf. Zur Verbesserung der jeweils nur unzu- reichend ausgebildeten Fähigkeit, die äussere und die innere Realität voneinander unterscheiden zu können, mussten jeweils hochspezifisch Symbole gefunden werden, um die Veränderung im „Möglichkeitsraum“ der Therapie gestalten zu können. An Fallbeispielen wird diese Arbeit illustriert.
Prof. em. Dr. med. Heinrich Deserno, Frankfurt/M.

Spiegelungs – und Resonanzprozesse in der psychoanalytische Behandlung
Im Vortrag werden vier Aspekte der Resonanz herausar- beiten: Komplementarität (Bowlby), Spezifität (Stern), Ähnlichkeit (Meltzoff) und Differenz (Gergely).
Alle vier Aspekte, obwohl zunächst im entwicklungs- psychologischen Kontext beschrieben, kennzeichnen wesentliche Merkmale der Resonanzerfahrung in der Psychotherapie. Im zweiten Teil des Vortrages werden Möglichkeiten der empirischen Untersuchung von Syn- chronisation in der Interaktion beschrieben.
Prof. Dr. med. Carl Eduard Scheidt, Freiburg im Breisgau

Kosten: 200.-

*
*
*
*
*
*
*
*


Die mit * versehenen Felder müssen bitte ausgefüllt werden.

Tagungsbeitrag

Einschliesslich Pausenkaffee und Mittagessen
Normaltarif: CHF 250.– Reduzierter Tarif: CHF 200.– für ehemalige und aktuelle AusbildungsteilnehmerInnen des SIPT sowie Anmeldungen bis zum 10.8.2020. Zahlung per Rechnung nach Anmeldung.

Abmeldung

Bei Abmeldung bis 10.09.2020 erfolgt Rückerstattung der Tagungsgebühr unter Abzug einer Bearbeitungsgebühr von CHF 80.–. Nach diesem Termin ist keine Rückerstattung mehr möglich.