Vertiefungsseminar: Dissoziative Störungen

Das Wichtigste in Kürze

Kernkompetenzen:

theoretische Kenntnisse und psychotherapeutische Fertigkeiten zur Therapie und Beratung von Patienten, die an einer komplexen dissoziativen Störung leiden

Kursdauer:

6 Monate

Leitung:

Dozent: Bernd Frank, Leitender Arzt Zentrum für Psychotraumatologie, Clienia Littenheid

Zielgruppe und Voraussetzungen

Der Lehrgang richtet sich an Fachpersonen, die mit Patienten arbeiten, die an einer komplexen Dissoziativen Störung leiden (DDNOS oder Nicht Näher bezeichnete Dissoziative Störung und Dissoziative Identitätsstörung ). Die Fortbildung wird in zwei Gruppen durchgeführt: für PsychotherapeutInnen und für Pflegefachkräfte.
Voraussetzungen für die Fortbildung sind Berufserfahrung als SozialarbeiterIn, PsychologIn, Arzt bzw. Ärztin, Pflegefachperson in der Psychiatrie oder eine äquivalente Ausbildung.
Ziele der Fortbildung
Die ambulante wie auch stationäre Behandlung der komplexen dissoziativen Bewusstseinsstörungen erfordert besondere theoretische und praktische Kenntnisse. Der Schwerpunkt der vier aufeinander folgenden Weiterbildungsmodule liegt auf der Darstellung der Behandlung der komplexen posttraumatischen Belastungsstörung, der dissoziativen Identitätsstörung (DIS) sowie der ihr ähnlichen Subform, der Nicht-näher-bezeichneten-dissoziativen –Störung (NNBDS oder DDNOS), bei welchen nicht nur das Gedächtnis und die Wahrnehmung betroffen sind, sondern auch im hohen Masse das Identitäts- oder Selbstempfinden. Diese spezifische Symptomatik, nämlich das Vorhandensein mehr oder weniger stark abgespaltener Identitäts- oder Selbstzustände erfordert besondere diagnostische und psychotherapeutische störungsspezifische Zugänge. Im Rahmen der Seminare werden die theoretischen Kenntnisse und psychotherapeutischen Fertigkeiten zur Therapie der komplexen dissoziativen Störungen vermittelt. Besondere Berücksichtigung findet dabei die Theorie der Strukturellen Dissoziation der Persönlichkeit nach Ellert Nijenhuis, Onno van der Hart und Kathy Steele.

Die Fortbildung wird als Spezialisierung im CAS Psychotraumatologie anerkannt.

Aufbau der Fortbildung

Das Curriculum umfasst insgesamt 48 Unterrichtseinheiten und wird in vier zweitägigen Seminaren durchgeführt (Dauer der Fortbildung ca. 6 Monate). Die Kurstage sind jeweils in theoretische Einheiten und praktische Anwendungen unterteilt.

Dissoziative Störungen Modul 4
Dissoziative Störungen Modul 1
Dissoziative Störungen Modul 2
Dissoziative Störungen Modul 3

 

Zur Vertiefung der praktischen therapeutischen Fertigkeiten und Interventionen werden für beide Berufsgruppen sogenannte Praxistage angeboten (jeweils Samstag von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr). Inhaltlich werden von den TeilnehmerInnen eigene Fälle vorgestellt und anhand von Rollenspielen supervidiert bzw. die therapeutischen Interventionen eingeübt.