Spezielle Themen der Psychotraumatologie

 

Umgang mit traumatisierten Menschen mit Demenz

Das Wichtigste in Kürze

In diesem Modul steht die Beziehungsdynamik in der Arbeit mit Traumaopfern im Vordergrund. Es werden Strategien der Beratung vermittelt und der Umgang mit unterschiedlichen Formen der Traumatisierung an Beispielen aus der Praxis illustriert. Weitere Inhalte des Moduls sind:

Nächstmöglicher Termin: 19./20. Oktober 2018
Dozent: Raymond Scheer

 

Trauma und Sexualität

Das Wichtigste in Kürze

Inzwischen gibt es eindeutige wissenschaftliche Erkenntnisse, wonach es in frühen Entwicklungsstadien durch überfordernde Umweltbedingungen zu „biologischen und psychischen Narben“ kommen kann, welche die spätere Stressempfindlichkeit und damit die Vulnerabilität für eine ganze Reihe psychischer und psychosomatischer Erkrankungen erhöhen. Vor allem sexueller Missbrauch, Misshandlung und Vernachlässigung sind ein Thema zwischen Überschätzung und Vernachlässigung. Menschen mit sexuellen Gewalterfahrungen können in ihrem Erwachsenenalter die verschiedensten Symptome aufweisen, welche eine gesunde und zufriedenstellende Sexualität beeinflussen oder sogar verunmöglichen. In diesem Spezialmodul werden Erklärungsmodelle sowie therapeutische Ansätze vorgestellt und diskutiert.

Dozent: Bernd Frank, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

Termin: 09./10. November 2018

 

Geistige, psychische und körperliche Behinderung – ein Einblick in die Traumapädagogik und Traumatherapie

Das Wichtigste in Kürze

Vor allem bei Menschen mit einer Intelligenzminderung werden Traumafolgestörungen in der Praxis übersehen und nicht diagnostiziert. In der Folge bleiben dann auch die nötigen Hilfs- bzw. Therapieangebote aus. Dies, obwohl bekannt, dass gerade bei diesen Menschen das Risiko z.B. körperliche oder sexuelle Gewalt zu erleben, viel grösser ist als bei Menschen ohne Intelligenzminderung. Auch bei Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, die Jahrzehnte in Einrichtungen leben, bleiben Traumafolgestörungen oft unentdeckt. Dass viele traumatisierte Menschen „unerkannt“ auch im stationären psychiatrisch-psychotherapeutischen Setting leben, ist inzwischen durch die Forschung belegt. Als Basis für die Betreuung in Wohnheimen und/oder Kliniken bietet die Traumapädagogik vielversprechende Ansätze – nicht nur für diese Klientel. Im 1. Teil des Moduls werden die wichtigsten Grundlagen und Forschungsergebnisse zum Thema «Trauma» vermittelt, im 2. Teil werden Grundzüge der Traumapädagogik vermittelt, wie „Ein sicherer Ort“, „Der gute Grund“.

Anhand von Fallbeispielen zeigen die Referenten auf, hinter welchen Symptombildern sich komplexe Traumafolgestörungen verbergen können und welche positiven Effekte eine Trauma-informierte Grundhaltung und die entsprechenden Vorgehensweisen in der praktischen Arbeit mit Menschen mit ganz unterschiedlichen Beeinträchtigungen, auch infolge psychischer Erkrankungen, haben kann.

Dozenten: Prof. Dr. Ulrich Elbing und Dipl. Psych. Birgit Mayer

Termin: 11./12. Oktober 2019

 

Migration und Trauma – transkulturelle und traumatherapeutische Kompetenzen in der Behandlung und Beratung von Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund

Das Wichtigste in Kürze

Wie kann eine Begegnung mit Menschen mit Migrationshintergund in der Therapie und Beratung gelingen? Welche transkulturellen Kompetenzen und Perspektiven müssen wir Fachpersonen in unserer Arbeit integrieren? Verändert das unsere Arbeitsweise? Wie wirkt sich Migration auf die psychische Gesundheit aus?

Die Beratung von Geflüchteten und Asylsuchenden ist dabei eine besondere Herausforderung, da die Exilsituation mit ihren teils prekären Lebensbedingungen, sowohl für Asylsuchende wie auch für die Fachpersonen zu überfordernden Situationen führen kann. Wie können hier sichere und haltende Rahmenbedingungen für eine Behandlung etabliert werden?

Aspekte wie Kultur, Gesellschaft, Sprache, Arbeit mit Sprach- und Kulturmittlern, Aufenthaltsstatus sollen ebenso berücksichtig werden wie der Umgang mit den schweren Traumatisierungen und Menschenrechtsverletzungen, die die Integration von traumatherapeutischen Techniken erfordern.

Fallvignetten von Teilnehmenden sind sehr willkommen. Neben Theorievermittlung ist in diesem Kurs auch die Selbstreflexion über den eigenen Kulturbegriff und Stereotypien sowie das Üben anhand von Rollenspielen und Kleingruppenarbeit vorgesehen.

Dozent: Dr. med. Oliver Schwald
Nächstmöglicher Termin:  23./24. November 2018

Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Traumatherapie und Traumapädagogik bei traumatisierten Kindern und Jugendlichen

Das Wichtigste in Kürze

Die Zahl der Menschen auf der Flucht hat in den letzten Jahren weltweit stark zugenommen. Seit dem zweiten Weltkrieg waren nie mehr so viele Menschen auf der Flucht wie heute. Verschiedene Studien zeigen, dass man davon ausgehen muss, dass jeder zweite Flüchtling minderjährig ist und diese Kinder und Jugendlichen zunehmend auch alleine flüchten. Nicht selten sind diese jungen Menschen einerseits durch Erlebnisse im Heimatland belastet, erleben potentiell Traumatisches während der Flucht und sind auch nach Ankunft in einem vermeintlich sicheren Asylland durch vielfältige postmigratorische Stressfaktoren zusätzlich belastet. Das kann das „Fass“ trotz der vielen Ressourcen schliesslich zum Überlaufen bringen. Damit nimmt auch die Häufigkeit potentiell traumatisierter Kinder und Jugendlicher zu und die Wahrscheinlichkeit, in beruflichem und/oder privaten Kontext mit traumatisierten minderjährigen MigrantInnen konfrontiert zu sein.

Marianne Herzog ist Traumapädagogin und arbeitet mit seelisch belasteten Kindern und ihrem Umfeld ganz bewusst pädagogisch – traumapädagogisch. Silvan Holzer ist Kinder- und Jugendpsychotherapeut, Notfallpsychologe NNPN. Er arbeitet als Traumatherapeut am Ambulatorium für Kriegs-, Flucht- und Folteropfer in Bern. Neben der therapeutischen Behandlung dieser Kinder und Jugendlichen kann eine Unterstützung im Alltag durch traumapädagogische Handlungsweisen die Wirkung der Therapie unterstützen. Eine erste Stabilisierung durch Traumapädagogik ist aber auch möglich, bevor eine Therapie einsetzt. Dieses interdisziplinäre Miteinander von Therapie und Pädagogik ist sehr effizient und wird von den beiden Kursleitenden in einem spannenden Austausch vorgestellt.

In der Weiterbildung fokussieren wir auf die Auswirkungen der Symptome von Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) oder Traumafolgestörungen auf die sozial-emotionale Beziehungsgestaltung des pädagogischen und alltäglichen Miteinanders. Wir überlegen was traumatisierten Kindern im schulischen Alltag helfen kann. Wie kann auf den einschneidenden Verlust von Vertrauen und Sicherheit eingegangen werden? Wie kann die Schule ein sicherer Ort sein? Welche Hilfsmittel eignen sich speziell gut im Umgang mit belasteten Kindern? Was können die Chancen, aber auch die Risiken und Grenzen der interdisziplinären Zusammenarbeit sein?

Nächstmöglicher Termin: 15./16. Februar 2019

DozentInnen: Marianne Herzog, Silvan Holzer

 

Arbeit zu dritt – Einführung in die Dolmetscher gestützte Psychotherapie

Das Wichtigste in Kürze

Die Sprache ist das Hauptarbeitsinstrument in der Psychotherapie. Zugang zur Sprache und den mit ihr „transportierten“ soziokulturellen Hintergründen sind essentiell für das Herstellen einer therapeutischen Beziehung in sogenannten transkulturellen Settings. Aufgrund der zunehmenden Vielfalt der Herkunftssprachen unserer Patient*innen ist dies oft nicht allein von muttersprachlichen Psychotherapeut*innen zu leisten, sodass das das therapeutische Arbeiten mit Sprach- und Kulturmittler*innen/Dolmetscher*innen in der Psychotherapie bedeutsamer wird.

Das in einer therapeutischen Triade mit Sprach- und Kulturmittler*innen entstehende Beziehungsgeflecht ist komplex. So sind zum Beispiel Übertragungen und Gegenübertragungen in einer solchen Beziehung nicht mehr eindeutig zuordenbar. Sprach- und Kulturmittler*innen sind dabei keine „neutralen Sprachrohre“, vielmehr beeinflussen sie ebenso wie Patient*in und Therapeut*in die entstehenden Beziehungen bewusst und unbewusst. Seitens der Behandler*innen sind Vorbehalte und Ressentiments zu beobachten, die nicht zuletzt auf Fragen nach der eigenen Zugehörigkeit, verschiedene Momente des Unbehagens aufgrund von Fremdheitserleben, sich ändernden Machtkonstellationen etc. zurückzuführen sind. Dies gilt es in der Reflexion ebenso wie in Supervisionen zu dieser – als Kleinstgruppe zu fassenden Triade – zu berücksichtigen. Anhand theoretischer Überlegungen und entsprechender Fallvignetten wird dieses spezielle Setting vorgestellt und Chancen und Herausforderungen eines solchen Settings diskutiert.

Nächstmöglicher Termin: 05./06. April 2019

DozentIn: Univ.-Prof. Dr. phil. Ulrike Kluge

 

Transkulturelle und traumfokussierte Psychotherapie mit Geflüchteten

Das Wichtigste in Kürze

Im Modul werden wir uns auf die Behandlung von traumatisierten Geflüchteten konzentrieren, die von drei wesentlichen Einflüssen geprägt ist:
1. Die Exilsituation mit ihren Lebensbedingungen, die sowohl für die MigrantInnen wie auch die Behandelnden zu herausfordernden Situationen führt, in denen sie sich bewegen und arbeiten müssen. Der Aufenthaltsstatus ist ein wichtiger Einflussfaktor. Wir werden Auswirkungen des Asylverfahrens auf die psychotherapeutische Behandlung erarbeiten wie auch Vorgehensweisen zu der häufig anfallenden Berichterstattung an die Migrationsbehörden.
2. Viele Geflüchtete befinden sich noch in der vierten traumatischen Sequenz (nach Keilson) und gleichzeitig ist die psychotherapeutische Arbeit geprägt von einer chronischen Mangelsituation, die oft grossen Handlungsdruck erzeugt. Gerade deshalb ist die Auftragsklärung und Beziehungsaufnahme wichtig, um ausreichend sichere und förderliche Setting- und Rahmenbedingungen zu etablieren. Dies damit die Konfrontation mit den erlebten Traumatisierungen und Menschenrechtsverletzungen möglich ist. Dafür ist auch eine Integration von traumatherapeutischen Techniken notwendig.
Wir werden ein Augenmerk auf den Umgang mit Dissoziation, Techniken zur Affektregulierung, Stabilisierung und Ressourcenaktivierung legen.
3. Schliesslich ist die Integration einer transkulturellen Perspektive in das psychotherapeutische Arbeiten wichtig, denn nur so lässt sich eine hilfreiche Begegnung zwischen Geflüchteten und Behandelnden entwickeln.

Dozent: Dr. med. Oliver Schwald

Nächstmöglicher Termin: 26./27. April 2019

 

Trauer, Trauma, Schuld

Das Wichtigste in Kürze

Die Fortbildung richtet sich an Mitarbeiter verschiedenster Dienste (Hospize, Trauerbegleitung, Beratungsstellen, Jugendämter u. ä.), die mit Traumatisierten und Trauernden konfrontiert sind.

Wenn Trauer, Trauma und Schuld zusammen kommen stellt dies die Begleitenden oft vor besondere Herausforderungen und spezielle Fragen. Innerhalb von Sekunden kann sich das Leben eines Menschen verändern, wenn er einen plötzlichen Tod miterleben muss. Unfälle, Mord, Suizid oder große Katastrophen – jedes Jahr kommen Tausende von Menschen durch einen unerwarteten Tod ums Leben. Sowohl die Betroffenen, für die die Welt still steht, als auch die außenstehenden Helfer, Freunde und Bekannte fühlen sich hilflos. Insbesondere bei plötzlichen Todesfällen spielt auch die Auseinandersetzung mit Schuldgefühlen und mit realer Schuld von außen eine übergeordnete Rolle. Werden diese Schuldfragen nicht oder nur ungenügend beachtet, kann dies für die Betroffenen, deren Familien und manchmal auch für das ganze Umfeld schwerwiegende Folgen haben.

In diesem Seminar werden die spezifischen Aspekte der Psychotraumatologie, von Trauerprozessen sowie der facettenreichen Schuldproblematik (irrationale/rationale Schuldgefühle, Schuld von außen) beleuchtet und in ihren Konsequenzen miteinander verwoben.

Inhalte: Welche Konsequenzen haben die Schnittstellen von Trauer, Trauma und Schuld auf die praktische Arbeit mit betroffenen Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen? Wie können sich traumatische Erfahrungen auf den Trauerprozess auswirken?
Traumadynamik von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen?
Wie beeinflussen Schuld und Schuldgefühle den Trauerprozess?
Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für Betreuer, wenn sie mit Trauernden/Traumatisierten zu tun haben?Die Fortbildung ist praxisnah ausgerichtet.

Dozent: Dipl.-Psych. Thomas Weber

Nächstmöglicher Termin: 30. November/01. Dezember 2018

 

Transgenerationale Traumatisierung

Das Wichtigste in Kürze

Erstaunlich ist es, wie sehr die unbewältigten traumatischen Erlebnisse früherer Generationen bzw. naher Angehörigen noch einen nachhaltigen Einfluss auf die Seele von Betroffenen haben können.

Die Weitergabe traumatischer Erfahrungen an die nächsten Generationen wird Gegenstand dieses Seminars sein. In einem problemorientierten Ansatz werden anhand von Fallbeispielen die bisherigen Erkenntnisse und Forschungsergebnisse zu Weitergabemechanismen, Symptombildung und Behandlung, primär aus psychodynamischer, bindungstheoretischer und biologischer Hinsicht erarbeitet.

Leitung: Dr. med. Katherine Schlag und Oliver Christen, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH
Termin: 30. November/1. Dezember 2018

 

Einführung in die Myohydro-Therapie und ins OHG

Das Wichtigste in Kürze

Kristin Murpf gibt am Freitagabend anhand von Beispielen aus der Praxis eine Einführung ins Opferhilfe-Gesetzt. Am Samstag findet die Einführung in die Myohydro-Therapie nach Rachl statt.

Die Myohydro-Therapie ist eine Ableitung der Myoreflextherapie nach Dr. med. Kurt Mosetter. Sie verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse aus Fachgebieten der Hochschulmedizin mit bewährten Erfahrungen aus der manuellen Medizin. Mit der Erweiterung des Blickwinkels der Physik und Biomechanik entstand ein effizientes und doch sehr sanftes Behandlungskonzept für eine Vielzahl von Schmerzzuständen im Zusammenspiel von Nerv-Muskel-Gelenk- und Knochen-Struktur. Im Kurs werden neben den theoretischen Kenntnissen Übungen aus der Myohydro-Therapie nach Rachl vorgestellt und geübt, die bei Patienten, aber auch zur Selbstfürsorge eingesetzt werden können.

DozentInnen: Markus Rachl und Kristin Murpf

Termin: 14./15. Dezember 2018

 

Schmerz verstehen
– Neurobiologie von Regulation und Schmerz

Das Wichtigste in Kürze

Der Mensch findet seine regulative Balance im Zusammenspiel aller Körperanteile. Das Nervensystem führt die Elemente zum kooperativen Miteinander und somit zu einem immerwährenden „Selbstdialog“ zusammen. Schmerz verstehen, heißt – auf Grundlage der neurobiologischen Funktionsprinzipien – eine polyperspektivische Betrachtung des Menschen zu etablieren. Psychisches und Körperliches wird dabei als eine untrennbare leib-seelische Einheit aufgefasst. Gleichzeitig wird hier das Postulat vertreten, dass jede Schmerzäußerung ein physiologisches Substrat im Gehirn besitzt.
So führt dieser Vortrag mit einmaligen Visualisierungen auf sehr anschauliche Weise durch eben dieses morphologische Substrat des Schmerzes, beschreibt die komplexen Prozesse der Selbstregulation und stellt zugleich Modelle vor, die Ansatzpunkte und mögliche Wirkeffekte (psycho-)therapeutischer Interventionen zu beschreiben suchen. Eine spannende Reise durch Hirn- und Körperwelten.

Nächstmöglicher Termin: 05./06. Oktober 2018
Dozent: Mag. Dr. phil. Dr. scient. med. Damir del Monte

 

Achtsamkeitstraining BINJA – Stabilisierung und Regulierung bei traumatisierten Kindern

Regelmässig durchgeführte Achtsamkeitstrainings haben nachweislich einen Stress regulierenden Einfluss auf Körper und Psyche. Der bewusste, achtsame Atem hilft das Nervensystem zu regulieren. In diesem Kurs lernen sie die positiven Auswirkungen eines Achtsamkeitstrainings auf die emotionale Stabilität kennen. Sie erfahren geschichtliche und wissenschaftliche Hintergründe und Erkenntnisse von der Anwendung zu den verschiedenen Achtsamkeittools.

Mit dem Bilderbuch «BINJA – meine Reise durch die Welt der Gefühle» erhalten Sie eine Einführung in die Arbeitsmaterialien des Achtsamkeitstrainings, das sie in ihrem schulischen oder sozialpädagogischen Alltag einfach anwenden können. Es ist für Kinder im Alter von 6 – 12 Jahren entwickelt worden. Das Training basiert auf den Kenntnissen des MBSR Trainings und wurde ergänzt mit traumpädagogischen Erkenntnissen, die in die Arbeitsmaterialien für Kinder altersgemäss aufbereitet wurden. Die Kinder lernen sich zu stabilisieren, regulieren und motivieren.

Nächstmöglicher Termin: 01./02. März 2019
Dozentin: Ruth Monstein

 

Stress, Trauma und Regulation in Psyche, Gehirn und Körper

Eine neurobiologische Rundreise

Das Wichtigste in Kürze

Das bio-medizinische Maschinenkonzept weicht immer mehr der Vorstellung, dass der lebendige menschliche Organismus eben keinem zusammengesetzten Konstrukt aus Einzelteilen entspricht. Vielmehr wird der Mensch als Einheit aufgefasst, die ihre Balance im ausgewogenen Zusammenspiel aller Körpersysteme gewinnt. Das Nervensystem – als Träger des Psychischen – führt alle Elemente zusammen und findet sich dabei in komplexer Wechselwirkung mit dem Hormon-, Immun-, Bindegewebs- und Muskelsystem.
Eine herausragende Rolle für das harmonische Miteinander nehmen die autonomen und endokrinen Regulationssysteme ein.
Stress und traumatische Erfahrungen – insbesondere wenn sie sich sehr früh manifestieren – können über eine Beeinflussung der strukturellen und funktionellen Hirnentwicklung zu einer veränderten Funktionalität aller Systeme führen. Vieles spricht dafür, dass damit eine Prädisposition gegenüber psychischen Erkrankungen geschaffen wird.
Der Vortrag führt im Sinne einer „Rundreise“ durch die Grundlagen und aktuellen Befunde zu Stress, Gehirnentwicklung und Regulationsfähigkeit.

Dozent: Mag. Dr. phil. Dr. scient. med. Damir del Monte
Nächstmöglicher Termin: 24./25. Mai 2019

 

Stress, Trauma und Regulation in Psyche, Gehirn und Körper
Schmerz verstehen - Neurobiologie von Regulation und Schmerz
Spezialthema: Umgang mit traumatisierten Menschen mit Demenz
Spezialthema: Trauma und Sexualität
Spezialthema: Migration und Trauma – transkulturelle und traumatherapeutische Kompetenzen in der Behandlung und Beratung von Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund
Spezialthema: Transgenerationale Traumatisierung
Spezialthema: Trauer, Trauma, Schuld
Einführung in die Myohydro-Therapie und ins OHG
Spezialthema: Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Traumatherapie und Traumapädagogik bei traumatisierten Kindern und Jugendlichen
Achtsamkeitstraining BINJA – Stabilisierung und Regulierung bei traumatisierten Kindern
Arbeit zu dritt – Einführung in die Dolmetscher gestützte Psychotherapie
Transkulturelle und traumfokussierte Psychotherapie mit Geflüchteten
Spezialthema: Geistige, psychische und körperliche Behinderung- ein Einblick in die Traumapädagogik und Traumatherapie