FachpädagogIn für Psychotraumatologie

Kurszeiten: Freitag 18.00-21.15 Uhr und Samstag 09.00-16.30 Uhr

Es können auch Module aus dem CAS Lern- und Entwicklungsstörungen im Kindes- und Jugendalter gewählt werden.

Modul Anmeldung

Modul: Fallkonzeption und Supervision

Nächstmöglicher Termin: 21./22. September 2018

Dozentin: Prof. Dr. phil. Rosmarie Barwinski

  • Auswirkungen der Fortbildung über Psychotraumatologie im pädagogischen Alltag
  • Fallkonzeption

Kosten: CHF 450.-

Modul: Psychohygiene – Stressbewältigung – Selbstfürsorge in sozialen Berufen

Termin: 05./06. Oktober 2018

Dozent: Dipl.-Psych. Thomas Weber

Zunehmende berufliche und/oder private Dauerbelastung führt in immer mehr Fällen zu einer tiefgreifendenErschöpfung, die den Betroffenen dauerhaft erschüttern. Die Gründe für diese Überlastung sind vielschichtig und zunächst kaum zu erkennen. Psychische und körperliche Beeinträchtigungen nehmen schleichend oder abrupt zu.
Der Begriff „Burnout“ kennzeichnet diesen negativen arbeitsbezogenen psychischen Zustand. Meist geht er einher mit dauerhafter Erschöpfung, Stresserleben, Unruhe und Anspannung, einem Gefühl verringerter Effektivität, gesunkener Motivation bis hin zu der Entwicklung dysfunktionaler Einstellungen und Verhaltensweisen bei der Arbeit.
Weshalb entwickelt sich dieser Zustand und wie kann man ihm entgegenwirken bzw. vorbeugen?
Bei Burnout ist es wichtig, nicht nur die belastenden äusseren Faktoren anzuschauen und einer kritischen
Auseinandersetzung zu unterziehen, sondern auch die persönlichen, bewussten und unbewussten Einstellungen,
Überzeugungen, Erwartungen und Herangehensweisen der Betroffenen zu betrachten. Hier können
Belastungspotentiale erkannt und Veränderungsmöglichkeiten reflektiert werden.
Um eigenen Entwicklungs- und konstruktiven Lösungsmöglichkeiten Raum zu geben, ist zentral, Burnout als
Ausdruck einer mangelnden Passung vom betroffenen Menschen und Arbeitsumwelt zu verstehen, die aus
einer langandauernden zu hohen Energieabgabe des Individuums bei zu geringer Energiezufuhr eine zu
geringe Wirkung zeigt.
Eine präventive und auch kurative Auseinandersetzung mit dem Burnoutsyndrom muss sich daher immer
auf beide Ebenen beziehen, die es in ihrem Zusammenspiel und ihren wechselseitigen Beeinflussungen zu
verstehen gilt.

Kosten: CHF 450.-

Modul: Trauma und Familie: Arbeit mit traumatisierten Eltern

Nächstmöglicher Termin: 12./13. Oktober 2018

Dozentin: Dr. phil. Maria Teresa Diez Grieser

(Voraussetzung für diesen Modul ist, dass das Modul „Übertragung und Gegenübertragung als pädagogisches Instrument“ bereits besucht wurde.)

Psychotraumatologische Perspektiven eröffnen neue Möglichkeiten im Umgang mit traumatisierten Eltern. Die Wiederbelebung von eigenen belastenden Erfahrungen der Eltern im Rahmen der Beziehung zu ihren Kindern ist ein häufiger Ausgangspunkt für Entgleisungen und „Teufelskreise“, die nicht selten in psychischer und physischer Misshandlung von Kindern münden. Die Beachtung misslingender Eltern-Kind-Interaktionen, die zu Co-traumatischen Prozessen führen können, und die Stärkung elterlicher Kompetenzen sind eine erste zentrale Ebene in der Arbeit mit traumatisierten/traumatisierenden Eltern. Die Unterstützung von Selbstreflexion und die Arbeit an den Verzerrungen bezüglich der Kinder sind eine zusätzliche, notwendige Dimension, damit Eltern ihre Traumata nicht an ihre Kinder weitergeben müssen. Inhaltliche Schwerpunkte: Familienbilder und Familienphasen Elternschaft und Trauma Eltern-Kind-Beziehung in der frühen Kindheit Co-traumatische Prozesse in der frühen Kindheit Transgenerationale Weitergabe von Traumata Arbeitsweise: Fachlicher Input, Fallbeispiele, Gruppenarbeit

Kosten: CHF 450.-

Modul: Präverbale Traumatisierung

Nächstmöglicher Termin: 26./ 27. Oktober 2018

Dozentin: Dr. med. Natascha Unfried

Ausgangspunkt der Überlegungen von Frau Dr. med. Natascha Unfried sind die frühen kindlichen Entwicklungsmöglichkeiten und die Folgen präverbal entstandener Traumatisierungen. Insbesondere diskutiert sie die biologischen und neurobiologischen Hintergründe bei so früh erlebten Traumata und verdeutlich die Auswirkungen auf die nachfolgenden Generationen anhand von Fallbeispielen.

Im zweiten Teil stehen diagnostische und therapeutische/ pädagogische Interventionsmöglichkeiten im Mittelpunkt des Seminars. Eigene Fallbeispiele der Teilnehmer für die praktische Arbeit sind sehr willkommen.

Kosten: CHF 450.-

Supervision Natascha Unfried (02./ 03. November (14.00 bis 17.15 Uhr))

Termin: 02./ 03. November 2018

Dozentin : Dr. med. Natascha Unfried

Eigene Fälle werden anhand traumapädagogischer Gesichtspunkte von Natascha Unfried supervisiert.

Kosten: CHF 180.-

Modul: Grundlagen der Entwicklungspsychologie und Entwicklungspsychopathologie

Nächstmöglicher Termin: 2./3. November 2018

Dozentin: Dr. phil. Maria Teresa Diez Grieser

Entwicklung ist ein ständiger Veränderungsprozess, der vor allem in den ersten Lebensjahren von Reifung, Wachstum und Differenzierung bestimmt ist. Kindliche Entwicklung ist ein Geflecht von Entwicklungslinien. Die kognitive, die affektive, die psychosexuelle und die soziale Entwicklung beeinflussen sich gegenseitig. Jenseits der verschiedenen Entwicklungsstränge sind das zentrale übergeordnete Entwicklungsthema der Kindheit die Beziehungen mit den Anderen. Die Beziehungserfahrungen, die Kinder mit ihren Bezugspersonen machen, stärken sie und vermitteln ihnen ein Grundgefühl von Akzeptanz und Wertschätzung. Erwachsene sind allerdings aus vielfältigen Gründen immer wieder nicht in der Lage, kindliche Bedürfnisse wahrzunehmen und diese adäquat zu beantworten, was die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder negativ beeinflussen kann. Die Entwicklungspsychopathologie beschränkt sich nicht auf die blosse Beschreibung abweichenden Verhaltens in einem bestimmten Alter, sondern untersucht das dynamische Wechselspiel von biopsychosozialen Risiko- und Schutzbedingungen in der Entwicklung. Inhaltliche Schwerpunkte: Biopsychosoziales Modell der Entwicklung Angewandte Entwicklungspsychologie von der Geburt bis zur Adoleszenz Übergänge in der Entwicklung Phasenspezifische Themen und Vulnerabilitäten Psychopathologische Phänomene im Kindes- und Jugendalter Risiko- und Schutzprozesse Arbeitsweise: Fachlicher Input, Fallbeispiele, Gruppenarbeit.

Kosten: CHF 450.-

Modul: Vertiefung pränatale Traumata

Nächstmöglicher Termin: 02./ 03. November 2018

Dozentin: Dr. med. Natascha Unfried

Der Kurs richtet sich an KollegInnen, die das Seminar „Präverbale Traumatisierung“ bereits besucht haben und ihr Wissen in diesem Bereich sowohl in praktischer als auch theoretischer Hinsicht vertiefen möchten.

Kosten: CHF 450.-

Modul: Grundkurs

Nächstmöglicher Termin: 16./17. November 2018

Dozentin: lic. phil. Christina Haeny

Der Grundkurs gibt eine Einführung in die Psychotraumatologie. Zentrale Konzepte werden praxisnah vermittelt und anhand von Fallbeispielen illustriert. Der Grundkurs umfasst folgende Inhalte:

  • Grundlagen der allgemeinen Psychotraumatologie
  • Verlaufsmodell psychischer Traumatisierung
  • Physiologie psychotraumatischer Störungen
  • Folgen psychischer Traumatisierung bei Kindern und Jugendlichen
  • Dynamik und Diagnostik psychotraumatischer Störungen des Kindes- und Jugendalters

Dieses zweitägige Seminar ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Fortbildung zum Fachpädagogen/zur Fachpädagogin für Psychotraumatologie. Es kann aber auch selbständig und als abgeschlossene Einheit besucht werden.

Kosten: CHF 450.-

Supervision (16. November 2018 (14.00 bis 17.15 Uhr))

Termin: 16. November 2018 (14.00 bis 17.15 Uhr)

Dozentin : Dipl.-Psych. Monika Dreiner

Eigene Fälle werden anhand traumapädagogischer Gesichtspunkte von Monika Dreiner supervisiert.

 

Kosten: CHF 180.-

Modul: Akute Traumatisierung

Termin: 24./25. August 2018 – ausgebucht

Nächstmöglicher Termin: 07./08. Dezember 2018

Dozent: Dipl. Psych. Thomas Weber

Am Beispiel von akuter und singulärer Traumatisierung werden Stabilisierungstechniken vertieft sowie Maßnahmen bei Akutinterventionen vermittelt. Inhalte des Moduls sind u.a.

  • Interventionen bei Einzelnotfällen wie Kontaktaufnahme, psychosoziale erste Hilfe und Einschätzen des aktuellen psychischen Zustandes
  • Verlaufsprognose anhand von Risikofaktoren
  • Psychoedukation bei akuter Traumatisierung
  • Risikobezogene Interventionsstrategien
  • Zielgruppenorientierte Interventionen zur Prävention von psychischen Langzeitfolgen werden anhand von Beispielen diskutiert.

Kosten: CHF 450.-

Modul: Übertragung und Gegenübertragung als pädagogisches Instrument

Nächstmöglicher Termin: 07./08. Dezember 2018

Dozentinnen: Dr. phil. Maria Teresa Diez Grieser und Jeannine Schälin

Neben der psychotherapeutischen hat die pädagogische Betreuung traumatisierter Kinder im Alltagssetting eine zentrale Bedeutung. Die herkömmlichen pädagogischen Konzepte ambulanter und stationärer Einrichtungen bedürfen einer Ergänzung und Ausdifferenzierung, damit Retraumatisierungen der Kinder und Belastungsmomente bei den Fachpersonen vermieden bzw. aufgefangen werden können. Das Verständnis und der Umgang mit Übertragungs- und Gegenübertragungsprozessen, die in menschlichen Beziehungen immer Teil der Kommunikation sind, stellt ein wesentliches und hilfreiches Instrument im pädagogischen Alltag dar. In der Begegnung und in der Arbeit mit traumatisierten Kindern kommen wir über Übertragungs-/Gegenübertragungsphänomene stets auch mit der traumatisierenden Vergangenheit dieser Kinder in Kontakt. Die traumatisierten Kinder lassen die Fachpersonen über das Übertragungsgeschehen einerseits fühlen und nachvollziehen, wie es ihnen ergangen ist bzw. immer wieder ergeht, andererseits verstricken sie diese in Interaktionen, die zu Eskalationen und Retraumatisierungen führen können. Die Erfahrungen mit traumatisierten Kindern zeigen, dass Situationen, in denen es zu Reinszenierungen des Traumageschehens  kommt, nicht nur unvermeidbar, sondern auch notwendig sind, damit „neue“ Beziehungserfahrungen möglich werden.

Inhaltliche Schwerpunkte:

Übertragung und Gegenübertragung verstehen und reflektieren
eigene Anteile kennen und damit arbeiten
Engels- und Teufelskreise
Traumapädagogische Krisenanalyse
Arbeitsweise: Fachlicher Input, Fallbeispiele, Diskussionen, Gruppenarbeit

Kosten: CHF 450.-

Modul: Bewältigungsmöglichkeiten im pädagogischen Alltag

Termin: 19./20. Oktober 2018 ausgebucht

Nächstmöglicher Termin: 14./15. Dezember 2018

Dozent: Dipl-Psych. Franz Holderegger

Im Modul werden folgende Inhalte vermittelt:

  • Hilfe im „Hier und Jetzt“ zu bleiben (Regulationsfähigkeit, Distanzierung, Sicherheit geben
  • Arbeit am traumakompensatorischen Schema bei Kindern und Jugendlichen
  • Besonderheiten der Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern (Jugendhilfe, Ärzte, Pädagogen, Justiz)

Kosten: CHF 450.-

Modul: Neurobiologie des PTSD

Termin: 28./29. September 2018 (Dozent: Oliver Christen, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie) – ausgebucht

Nächstmöglicher Termin: 18./19. Januar 2019 (Dozent: Bernd Frank, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie)

Das bio-medizinische Maschinenkonzept weicht immer mehr der Vorstellung, dass der lebendige menschliche Organismus eben keinem zusammengesetzten Konstrukt aus Einzelteilen entspricht. Vielmehr wird der Mensch als Einheit aufgefasst, die ihre Balance im ausgewogenen Zusammenspiel aller Körpersysteme gewinnt. Das Nervensystem – als Träger des Psychischen – führt alle Elemente zusammen und findet sich dabei in komplexer Wechselwirkung mit dem Hormon-, Immun-, Bindegewebs- und Muskelsystem.
Eine herausragende Rolle für das harmonische Miteinander nehmen die autonomen und endokrinen Regulationssysteme ein.
Stress und traumatische Erfahrungen – insbesondere wenn sie sich sehr früh manifestieren – können über eine Beeinflussung der strukturellen und funktionellen Hirnentwicklung zu einer veränderten Funktionalität aller Systeme führen. Vieles spricht dafür, dass damit eine Prädisposition gegenüber psychischen Erkrankungen geschaffen wird.
Der Vortrag führt im Sinne einer „Rundreise“ durch die Grundlagen und aktuellen Befunde zu Stress, Gehirnentwicklung und Regulationsfähigkeit.

Kosten: CHF 450.-

Supervision (03. Mai 2019 (14.00 bis 17.15 Uhr))

Termin: 03. Mai 2019 (14.00 bis 17.15 Uhr)

Dozentin : Dipl.-Psych. Monika Dreiner

Eigene Fälle werden anhand traumapädagogischer Gesichtspunkte von Monika Dreiner supervisiert.

Kosten: CHF 180.-

Supervision (28. Juni 2019 (14.00 bis 17.15 Uhr))

Termin: 28. Juni 2019 (14.00 bis 17.15 Uhr)

Dozentin : Dipl.-Psych. Monika Dreiner

Eigene Fälle werden anhand traumapädagogischer Gesichtspunkte von Monika Dreiner supervisiert.

Kosten: CHF 180.-

Modul: Diagnostik und Indikation bei Kindern und Jugendlichen

Termin: 14./15. September 2018 – ausgebucht

Nächstmöglicher Termin: : 5./6. Juli 2019

Dozentin: Dipl.-Psych. Monika Dreiner

Im Modul werden die Inhalte des Grundlagenseminars vertieft und weitere zentrale Konzepte eingeführt. Der Schwerpunkt liegt in diesem Modul bei der differentiellen Indikation und Behandlungsplanung. Inhalte vom Kurs sind:

  • Diagnostik psychotraumatischer Störungen
  • Komorbide Störungen
  • Einführung in die Konzepte von Übertragung und Gegenübertragung
  • Erkennen und Einordnen der Symptomatik als Traumafolge in verschiedenen Berufsfeldern
  • erste Interventionsmöglichkeiten und Indikation
  • Supervision

Kosten: CHF 450.-

Supervision (05. Juli 2019 (14.00 bis 17.15 Uhr))

Termin: 05. Juli 2019 (14.00 bis 17.15 Uhr)

Dozentin : Dipl.-Psych. Monika Dreiner

Eigene Fälle werden anhand traumapädagogischer Gesichtspunkte von Monika Dreiner supervisiert.

Kosten: CHF 180.-

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Seminargebühren

Die Seminargebühr ist vor Seminarbeginn fällig.
Die fristgerechte Bezahlung der Seminargebühren ist Voraussetzung für einen gesicherten Seminarplatz.
Teilnehmer werden in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen aufgenommen.
Eine nur zeitweise Teilnahme an einem angemeldeten Seminar berechtigt nicht zur Minderung des jeweiligen Seminarpreises.
SIPT behält sich das Recht der Änderung der Seminargebühren vor.

Annullierungsbedingungen

Bei einem Rücktritt bis acht Wochen vor Seminarbeginn ist der Rücktritt kostenfrei.
Bei einem Rücktritt bis vier Wochen vor Seminarbeginn berechnen wir 25 % der Seminargebühr.
Bei einem Rücktritt bis vierzehn Tage vor Seminarbeginn berechnen wir fünfzig Prozent der Seminargebühren.
Bei einem späteren Rücktritt oder bei Nichterscheinen berechnen wir die Seminargebühren in voller Höhe.
Sie können Ihre Seminaranmeldung spätestens 14 Tage vor Seminarbeginn auf eine andere Person übertragen.

Umbuchungen

Bei Umbuchen müssen wir aufgrund des administrativen Aufwandes 40.- CHR Umbuchungsgebühr verrechnen.

Bei Absage durch den Veranstalter

SIPT behält sich vor Seminare aus wichtigen Gründen abzusagen. In diesen Fällen informieren wir die Teilnehmer rechtzeitig und bieten Ersatztermine an. Wenn Ihnen die Ersatztermine nicht zusagen, erstatten wir die Seminargebühren in voller Höhe zurück. Weitergehende Forderungen sind ausgeschlossen.