FachpädagogIn für Psychotraumatologie

Das Wichtigste in Kürze

Kernkompetenzen:

Kursdauer:

Ca. 12 Monate (Studienbeginn in der Regel zwei Mal pro Jahr möglich)

Leitung:

Prof. Dr. phil. habil. Rosmarie Barwinski, Psychoanalytikerin, Winterthur

Zielgruppe und Voraussetzungen

Der Lehrgang richtet sich an Fachpersonen, die in ihrem Arbeitsbereich mit psychisch traumatisierten Kindern und Jugendlichen konfrontiert sind: LehrerInnen, SchulpsychologInnen, ErzieherInnen, DiplompädagogInnen, SozialpädagogInnen oder HeilpädagogInnen. Das Konzept der traumazentrierten Fachpädagogik dient speziell der Professionalisierung jener Berufsgruppen, die in pädagogischen Arbeitsfeldern tätig sind. Der Bedarf an konkreten und handlungsbezogenen Konzepten ist hier besonders gross, da MitarbeiterInnen in pädagogischen Feldern im Beratungs-Therapie-Schnittstellenbereich vor vergleichbare Probleme gestellt werden wie ihre psychotherapeutischen FachkollegInnen: Das Erkennen (die Diagnose) traumabedingter Symptome kann ausserordentlich schwierig sein und die üblichen Vorgehensweisen stossen bei vielen Traumatisierten an ihre Grenzen.
Voraussetzungen sind Berufserfahrung als SozialpädagogIn, HeilpädagogIn, ErzieherIn, LehrerIn oder einer äquivalenten Ausbildung.

Ziele der Fortbildung

Neben der Vermittlung von Grundkenntnissen der Psychotraumatologie wird in der Fortbildung der Schwerpunkt auf die Diagnostik psychotraumatischer Syndrome im Kindes- und Jugendalter gelegt. Es werden traumaspezifisch modifizierte Interventionsmöglichkeiten und Techniken der Beratung geübt.

Am Abschluss der Fortbildung steht die berufsspezifische Zertifizierung zum Fachpädagogen/zur Fachpädagogin für Psychotraumatologie. Die Fortbildung wird zertifiziert durch das SIPT, das DIPT sowie den Ausbildungsausschuss der Deutschen Akademie für Psychotraumatologie (DAPT), Mitglied der EAPTL (Europäische Akademie für Psychotraumatologie).
Zudem besteht die Möglichkeit über die Fortbildungen des SIPT einen CAS Lern- und Entwicklungsstörungen im Jugend- und Kindesalter am Gesundheits-Campus der St. Elisabeth Universität, Pressburg, mit Sitz in Luzern zu erlangen.

Aufbau der Fortbildung

Das Curriculum umfasst insgesamt 126 Unterrichtseinheiten und wird in 11 eineinhalbtägigen Seminaren durchgeführt (Dauer der Fortbildung ca. ein Jahr). Die Kurstage sind jeweils in theoretische Einheiten und praktische Anwendungen unterteilt.

Zwischen den Kurswochenenden findet Supervision in Kleingruppen statt (4 halbe Tage), die obligatorischer Teil der Weiterbildung sind.

Modul: Fallkonzeption und Supervision
Modul: Psychohygiene – Stressbewältigung – Selbstfürsorge in sozialen Berufen
Modul: Trauma und Familie: Arbeit mit traumatisierten Eltern
Modul: Präverbale Traumatisierung
Supervision Natascha Unfried (02. November (14.00 bis 17.15 Uhr))
Modul: Grundlagen der Entwicklungspsychologie und Entwicklungspsychopathologie
Modul: Vertiefung pränatale Traumata
Modul: Grundkurs
Supervision (16. November 2018 (14.00 bis 17.15 Uhr))
Modul: Akute Traumatisierung
Modul: Übertragung und Gegenübertragung als pädagogisches Instrument
Modul: Bewältigungsmöglichkeiten im pädagogischen Alltag
Modul: Neurobiologie des PTSD
Supervision (03. Mai 2019 (14.00 bis 17.15 Uhr))
Supervision (28. Juni 2019 (14.00 bis 17.15 Uhr))
Modul: Diagnostik und Indikation bei Kindern und Jugendlichen
Supervision (05. Juli 2019 (14.00 bis 17.15 Uhr))