CAS-Module Lern- und Entwicklungsstörungen im Kindesalter (EWK)

Modul Anmeldung

CAS Anmeldung

Nach Erhalt dieser Anmeldung erhalten Sie von uns ein Anmeldeformular von der SBH. Da die gesamte Fortbildung modular aufgebaut ist, bitten wir Sie, sich für die einzelnen Module anzumelden. Es besteht die Möglichkeit, sich jetzt gleich für alle Module des Curriculums anzumelden. Andernfalls können Sie sich für einzelne Module anmelden. Bitte beachten Sie, dass Sie für den Abschluss alle geforderten Module absolviert haben. Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Kosten: Total Fr. 8100.- (15 Module Curriculum, Supervision, Gebühr SBH)

Modul: Trauma in verschiedenen institutionellen Kontexten des Vorschulalters - Kita, Tagesfamilien, Pflegefamilien, stationäre Einrichtungen für kleine Kinder

Nächstmöglicher Termin: 2./3. Februar 2018 (statt diesem Modul kann auch das Modul „Traumapädagogik: Trauma und Schule“ gewählt werden)

Dozentinnen: Jeannine Schälin und Dr. phil. Maria Teresa Diez Grieser

Früh traumatisierte Kinder bedürfen bei der Betreuung in sozialen Einrichtungen geeigneter Rahmenbedingungen, einer intensiven Betreuung und besonderer Aufmerksamkeit. Schutz und Sicherheit sind für diese Kinder zentral. Traumasensible Fachkonzepte bilden die Grundlage für die traumapädagogische Praxis. Das Modul fokussiert auf die Betreuung von traumatisierten Kindern im Vorschulalter. Inhaltliche Schwerpunkte: Einen für Kinder und Erwachsenen stabilen, stressarmen und „sicheren Ort“ gestalten Die traumafreie Zone Merkmale bei der Einrichtung der Räumlichkeiten Hilfreiche Strukturen und adäquater Umgang mit Regeln Zusammenarbeit im Team und interdisziplinäre Vernetzung Fachliche Unterstützung der Mitarbeitenden Stabilisierende Prinzipien und Methoden Kommunikation und korrigierende Erfahrungen in der Beziehungsgestaltung Gefahr der Retraumatisierung durch die institutionelle Betreuung Arbeitsweise: Impulsreferate vermitteln fachliche Grundlagen Übungen in kleinen Gruppen Diskussion

Kosten: 420.-

Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Traumatherapie und Traumapädagogik bei traumatisierten Kindern und Jugendlichen

Nächstmöglicher Termin: 09./10. Februar 2018 (dieses Modul kann ein anderes Modul des Zertifikatlehrgangs ersetzen)

DozentInnen: Marianne Herzog, Silvan Holzer

Die Zahl der Menschen auf der Flucht hat in den letzten Jahren weltweit stark zugenommen. Seit dem zweiten Weltkrieg waren nie mehr so viele Menschen auf der Flucht wie heute. Verschiedene Studien zeigen, dass man davon ausgehen muss, dass jeder zweite Flüchtling minderjährig ist und diese Kinder und Jugendlichen zunehmend auch alleine flüchten. Nicht selten sind diese jungen Menschen einerseits durch Erlebnisse im Heimatland belastet, erleben potentiell Traumatisches während der Flucht und sind auch nach Ankunft in einem vermeintlich sicheren Asylland durch vielfältige postmigratorische Stressfaktoren zusätzlich belastet. Das kann das „Fass“ trotz der vielen Ressourcen schliesslich zum Überlaufen bringen. Damit nimmt auch die Häufigkeit potentiell traumatisierter Kinder und Jugendlicher zu und die Wahrscheinlichkeit, in beruflichem und/oder privaten Kontext mit traumatisierten minderjährigen MigrantInnen konfrontiert zu sein.

Marianne Herzog ist Traumapädagogin und arbeitet mit seelisch belasteten Kindern und ihrem Umfeld ganz bewusst pädagogisch – traumapädagogisch. Silvan Holzer ist Kinder- und Jugendpsychotherapeut, Notfallpsychologe NNPN. Er arbeitet als Traumatherapeut am Ambulatorium für Kriegs-, Flucht- und Folteropfer in Bern. Neben der therapeutischen Behandlung dieser Kinder und Jugendlichen kann eine Unterstützung im Alltag durch traumapädagogische Handlungsweisen die Wirkung der Therapie unterstützen. Eine erste Stabilisierung durch Traumapädagogik ist aber auch möglich, bevor eine Therapie einsetzt. Dieses interdisziplinäre Miteinander von Therapie und Pädagogik ist sehr effizient und wird von den beiden Kursleitenden in einem spannenden Austausch vorgestellt.

In der Weiterbildung fokussieren wir auf die Auswirkungen der Symptome von Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) oder Traumafolgestörungen auf die sozial-emotionale Beziehungsgestaltung des pädagogischen und alltäglichen Miteinanders. Wir überlegen was traumatisierten Kindern im schulischen Alltag helfen kann. Wie kann auf den einschneidenden Verlust von Vertrauen und Sicherheit eingegangen werden? Wie kann die Schule ein sicherer Ort sein? Welche Hilfsmittel eignen sich speziell gut im Umgang mit belasteten Kindern? Was können die Chancen, aber auch die Risiken und Grenzen der interdisziplinären Zusammenarbeit sein? Schicken Sie ihre Fragen und Anliegen zum Thema bis zum 30.7. an folgende Adressen: silvan.holzer@redcross.ch und marianne.herzog@bluewin.ch

Kosten: 420.-

Modul: Grundkurs

Termin: 15./16. Dezember 2017 ausgebucht

Nächstmöglicher Termin: 23./24. März 2018

Dozentin: lic. phil. Martina Frei

Der Grundkurs gibt eine Einführung in die Psychotraumatologie. Zentrale Konzepte werden praxisnah vermittelt und anhand von Fallbeispielen illustriert. Der Grundkurs umfasst folgende Inhalte:

  • Grundlagen der allgemeinen Psychotraumatologie
  • Verlaufsmodell psychischer Traumatisierung
  • Physiologie psychotraumatischer Störungen
  • Folgen psychischer Traumatisierung bei Kindern und Jugendlichen
  • Dynamik und Diagnostik psychotraumatischer Störungen des Kindes- und Jugendalters

Dieses zweitägige Seminar ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Fortbildung zum Fachpädagogen/zur Fachpädagogin für Psychotraumatologie. Es kann aber auch selbständig und als abgeschlossene Einheit besucht werden.

Kosten: 420.-

Modul: Fallkonzeption und Supervision

Nächstmöglicher Termin: 30./31. März 2018

Dozentin: Prof. Dr. phil. Rosmarie Barwinski

  • Auswirkungen der Fortbildung über Psychotraumatologie im pädagogischen Alltag
  • Fallkonzeption

Kosten: 420.-

Modul: Psychohygiene – Stressbewältigung – Selbstfürsorge in sozialen Berufen

Nächstmöglicher Termin: 13./14. April 2018

Dozent: Dipl.-Psych. Thomas Weber

Weber Zunehmende berufliche und/oder private Dauerbelastung führt in immer mehr Fällen zu einer tiefgreifenden Erschöpfung, die den Betroffenen dauerhaft erschüttern. Die Gründe für diese Überlastung sind vielschichtig und zunächst kaum zu erkennen. Psychische und körperliche Beeinträchtigungen nehmen schleichend oder abrupt zu. Der Begriff „Burnout“ kennzeichnet diesen negativen arbeitsbezogenen psychischen Zustand. Meist geht er einher mit dauerhafter Erschöpfung, Stresserleben, Unruhe und Anspannung, einem Gefühl verringerter Effektivität, gesunkener Motivation bis hin zu der Entwicklung dysfunktionaler Einstellungen und Verhaltensweisen bei der Arbeit. Weshalb entwickelt sich dieser Zustand und wie kann man ihm entgegenwirken bzw. vorbeugen? Bei Burnout ist es wichtig, nicht nur die belastenden äusseren Faktoren anzuschauen und einer kritischen Auseinandersetzung zu unterziehen, sondern auch die persönlichen, bewussten und unbewussten Einstellungen, Überzeugungen, Erwartungen und Herangehensweisen der Betroffenen zu betrachten. Hier können Belastungspotentiale erkannt und Veränderungsmöglichkeiten reflektiert werden. Um eigenen Entwicklungs- und konstruktiven Lösungsmöglichkeiten Raum zu geben, ist zentral, Burnout als Ausdruck einer mangelnden Passung vom betroffenen Menschen und Arbeitsumwelt zu verstehen, die aus einer langandauernden zu hohen Energieabgabe des Individuums bei zu geringer Energiezufuhr eine zu geringe Wirkung zeigt. Eine präventive und auch kurative Auseinandersetzung mit dem Burnoutsyndrom muss sich daher immer auf beide Ebenen beziehen, die es in ihrem Zusammenspiel und ihren  wechselseitigen Beeinflussungen zu verstehen gilt.

Kosten: 420.-

Modul: Präverbale Traumatisierung

Nächstmöglicher Termin: 04./05. Mai 2018

Dozentin: Dr. med. Natascha Unfried

Ausgangspunkt der Überlegungen von Frau Dr. med. Natascha Unfried sind die frühen kindlichen Entwicklungsmöglichkeiten und die Folgen präverbal entstandener Traumatisierungen. Insbesondere diskutiert sie die biologischen und neurobiologischen Hintergründe bei so früh erlebten Traumata und verdeutlich die Auswirkungen auf die nachfolgenden Generationen anhand von Fallbeispielen. Im zweiten Teil stehen diagnostische und therapeutische/ pädagogische Interventionsmöglichkeiten im Mittelpunkt des Seminars. Eigene Fallbeispiele der Teilnehmer für die praktische Arbeit sind sehr willkommen.

Kosten: 420.-

Modul: Neurobiologie des PTSD; Stress, Trauma und Regulation in Psyche, Gehirn und Körper Eine neurobiologische Rundreise

Termin: 26./27. Januar 2018 – ausgebucht (Dozent: Bernd Frank, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie) – ausgebucht

Dozent: Mag. Dr. phil. Dr. scient. med. Damir del Monte
Nächstmöglicher Termin: 18./19. Mai 2018

Stress, Trauma und Regulation in Psyche, Gehirn und Körper

Eine neurobiologische Rundreise

Das bio-medizinische Maschinenkonzept weicht immer mehr der Vorstellung, dass der lebendige menschliche Organismus eben keinem zusammengesetzten Konstrukt aus Einzelteilen entspricht. Vielmehr wird der Mensch als Einheit aufgefasst, die ihre Balance im ausgewogenen Zusammenspiel aller Körpersysteme gewinnt. Das Nervensystem – als Träger des Psychischen – führt alle Elemente zusammen und findet sich dabei in komplexer Wechselwirkung mit dem Hormon-, Immun-, Bindegewebs- und Muskelsystem.
Eine herausragende Rolle für das harmonische Miteinander nehmen die autonomen und endokrinen Regulationssysteme ein.
Stress und traumatische Erfahrungen – insbesondere wenn sie sich sehr früh manifestieren – können über eine Beeinflussung der strukturellen und funktionellen Hirnentwicklung zu einer veränderten Funktionalität aller Systeme führen. Vieles spricht dafür, dass damit eine Prädisposition gegenüber psychischen Erkrankungen geschaffen wird.
Der Vortrag führt im Sinne einer „Rundreise“ durch die Grundlagen und aktuellen Befunde zu Stress, Gehirnentwicklung und Regulationsfähigkeit.

Kosten: 420.-

Modul: Spezielle Störungslehre II (Folgen dissoziativer Störungsbilder )

Nächstmöglicher Termin: 25./26. Mai 2018

Dozentin: Dipl.-Psych. Monika Dreiner

Dissoziationen sind Strategien, mit denen Menschen unbewusst ihr Überleben während lang dauernder psychischer Traumatisierungen organisieren. Diese Strategien können verstanden werden als physische Reaktion, deren Ziel darin besteht, das Unerträgliche abzuschalten, nicht wahrnehmen zu müssen. Abgeschaltet wird die Wahrnehmung aller Formen körperlicher Sensationen wie Schmerzen und die zugehörigen Affekte wie Angst und Panik. Die Realität findet folglich in der Wahrnehmung nicht statt. Diese Überlebensstrategien können bei allen Formen von psychischen Traumatisierungen eingesetzt werden; d.h. bei den Folgen aller Formen von Gewalt, früher Vernachlässigungs- und Verlusterfahrungen sowie Traumatisierungen durch Unfälle, Naturkatastrophen und im Rahmen medizinischer Eingriffe. Konkret haben Dissoziationen besonders bei Kindern und Jugendliche viele Gestalten, die leicht fehlgedeutet werden können (als Provokation, böse Absicht, die Erwachsenen testen, Tagträumen, etc.). Das Erleben von Todesnähe hat zur Folge, dass die Dissoziation weiterhin„anspringt“, sobald Gefahr lauert. Die „Nebenwirkung“ der Fähigkeit, die Wahrnehmung des Unerträglichen abzuschalten besteht darin, dass die Beziehungsgestaltung und damit auch die Entwicklung von betroffenen Kindern und Jugendlichen massiv beeinträchtigt werden. Aufgabe der professionellen Helfer besteht deshalb darin, den Kindern und Jugendlichen einen realen äußeren sicheren Entwicklungsraum zu bieten, in dem die Betroffenen mit wohlwollender Begleitung erleben können, dass dieser massive Überlebensschutz nicht mehr notwendig ist. Auf diesem schwierigen und belasteten/belastenden Weg werden sowohl die Helfer als auch die Kinder und Jugendlichen zunächst immer wieder mit dissoziativen Strategien konfrontiert. Die Vielgestaltigkeit der Strategien fordert die Helfer heraus, das dissoziative Verhalten erst wahrzunehmen und dann entsprechend förderlich intervenieren zu können. Dazu sind Kenntnisse über die Genese, den Verlauf und die Dynamik notwendig, die dissoziative Strategien mit sich bringen. Das Seminar vermittelt: Theoretische Grundkenntnisse dissoziativer Strategien bei Kindern und Jugendlichen Grundlagen, um dissoziative Verhaltensweisen im Lebensalltag der Kinder zu erkennen, und Haltung und Strategien für einen professionellen – entwicklungsfördernden – Umgang mit Dissoziationen Die Teilnehmer werden gebeten, zur konkreten Arbeit Fragen und Beobachtungen aus der eigenen Arbeit mitzubringen.

Kosten: 420,-

Supervision (25. Mai 2018 (14.00 bis 17.15 Uhr))

Termin: 25. Mai 2018 (14.00 bis 17.15 Uhr)

Dozentin : Dipl.-Psych. Monika Dreiner

Eigene Fälle werden anhand traumapädagogischer Gesichtspunkte von Monika Dreiner supervisiert.

Kosten: 150,-

Modul: Spezielle Psychotraumatologie der Entwicklung (Vernachlässigung, psychische und sexuelle Misshandlung, , häusliche Gewalt, Mobbing, etc.) – Äußere Prozesse : resiliente Faktoren

Nächstmöglicher Termin: 01./02. Juni 2018

Dozentinnen: Dr. phil. Maria Teresa Diez Grieser und Dipl.-Psych. Monika Dreiner

Die Verarbeitung seelischer Traumatisierungen folgt allgemeingültigen psycho-somatischen Bewältigungsstrategien (Stress, Vermeidungsverhalten, etc.). Dennoch unterscheiden sich die beobachtbaren individuellen Verhaltens- und Erlebensweisen deutlich. Das, was sich in der Beziehungsgestaltung mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen offenbart, entwickelt sich aus einem komplexen Zusammenspiel verschiedener Komponenten. Neben dem Alter und dem Entwicklungsstand spielen weitere äußere Faktoren und vorhandene bzw. entwickelte Widerstandskräfte  der Betroffenen eine wichtige Rolle. Da sich diese Faktoren unterschiedlich auf den Entwicklungsprozess auswirken, müssen auch die Hilfestellungen für die Betroffenen daran angepasst werden. Im Seminar werden exemplarisch verschiedene Arten der Traumatisierung vorgestellt und das Verständnis für die spezifische Dynamik erarbeitet. Dazu werden „äußeren“ Faktoren und Prozessen (z.B. situative Merkmale der Lebenssituation, belastende Faktoren, sozialen Schutzfaktoren) „innere“ Stärken (Bewältigungsstrategien, Resilienz, protektive Faktoren) in ihrer Wirkmächtigkeit gegenübergestellt Ziele: Kenntnis über die verschiedenen Arten der Traumatisierung und deren Besonderheiten bei der Bewältigung Kenntnis über das Zusammenspiel: äußerer Prozess :  innere Gestaltungs- und Widerstandskräfte Erarbeiten von Strategien, die für die individuelle Bewältigung hilfreich sind Fachvorträge bilden die Basis für die Gruppenarbeit. An Erfahrungen und Beispielen der Teilnehmer sollen die unterstützenden Strategien erarbeitet werden.

Kosten: 420.-

Supervision (01. Juni 2018 (14.00 bis 17.15 Uhr))

Termin: 01. Juni 2018 (14.00 bis 17.15 Uhr)

Dozentin : Dipl.-Psych. Monika Dreiner

Eigene Fälle werden anhand traumapädagogischer Gesichtspunkte von Monika Dreiner supervisiert.

Kosten: 150,-

Modul: Übertragung und Gegenübertragung als pädagogisches Instrument

Nächstmöglicher Termin: 8./9. Juni 2018

Dozentinnen: Dr. phil. Maria Teresa Diez Grieser und Jeannine Schälin

Neben der psychotherapeutischen hat die pädagogische Betreuung traumatisierter Kinder im Alltagssetting eine zentrale Bedeutung. Die herkömmlichen pädagogischen Konzepte ambulanter und stationärer Einrichtungen bedürfen einer Ergänzung und Ausdifferenzierung, damit Retraumatisierungen der Kinder und Belastungsmomente bei den Fachpersonen vermieden bzw. aufgefangen werden können. Das Verständnis und der Umgang mit Übertragungs- und Gegenübertragungsprozessen, die in menschlichen Beziehungen immer Teil der Kommunikation sind, stellt ein wesentliches und hilfreiches Instrument im pädagogischen Alltag dar. In der Begegnung und in der Arbeit mit traumatisierten Kindern kommen wir über Übertragungs-/Gegenübertragungsphänomene stets auch mit der traumatisierenden Vergangenheit dieser Kinder in Kontakt. Die traumatisierten Kinder lassen die Fachpersonen über das Übertragungsgeschehen einerseits fühlen und nachvollziehen, wie es ihnen ergangen ist bzw. immer wieder ergeht, andererseits verstricken sie diese in Interaktionen, die zu Eskalationen und Retraumatisierungen führen können. Die Erfahrungen mit traumatisierten Kindern zeigen, dass Situationen, in denen es zu Reinszenierungen des Traumageschehens  kommt, nicht nur unvermeidbar, sondern auch notwendig sind, damit „neue“ Beziehungserfahrungen möglich werden. Inhaltliche Schwerpunkte: Übertragung und Gegenübertragung verstehen und reflektieren eigene Anteile kennen und damit arbeiten Engels- und Teufelskreise Traumapädagogische Krisenanalyse Arbeitsweise: Fachlicher Input, Fallbeispiele, Diskussionen, Gruppenarbeit

Kosten: 420.-

Traumapädagogik: Trauma und der Umgang damit im Schulalltag

Nächstmöglicher Termin: 22./23. Juni 2018 (statt diesem Modul kann auch das Modul „Trauma in verschiedenen institutionellen Kontexten des Vorschulalters“ gewählt werden)

Dozentin: Marianne Herzog

Seelische Verletzungen von Lernenden, ganz besonders jene aus früher Kindheit, manifestieren sich oft als Störungen im Schulalltag. Traumapädagogik hilft, alle Beteiligten zu entlasten. Dieser Kurs soll sehr praxisnah Lehrpersonen und Sozialpädagogen in die Traumapädagogik einführen.

Inhalte:

– Kurzer Theorieteil zum psychischen Trauma

– Traumatisierte Kinder und Jugendliche erkennen

– Übertragungsphänomene in Theorie und Praxis

Ziele:
– Entspannter Umgang mit auffälligen Schülerinnen und Schülern und belastenden Situationen
– Erkennen der Übertragungsphänomene und lernen, sie als Arbeitsinstrumente zu nutzen

 

Kosten: 420.-

Supervision (29. Juni 2018 (14.00 bis 17.15 Uhr))

Termin: 29. Juni 2018 (14.00 bis 17.15 Uhr)
Dozentin: Jeannine Schälin

Eigene Fälle werden anhand traumapädagogischer Gesichtspunkte von Jeannine Schälin supervisiert. Dabei stehen gruppendynamische Gesichtspunkte im Vordergrund.

Kosten: 150.-

Gruppenpädagogische Arbeit mit traumatisierten Kindern bis 12 Jahre

Nächstmöglicher Termin: 29./30. Juni 2018 (dieses Modul kann ein anderes Modul des Zertifikatlehrgangs ersetzen)

Dozentin: Jeannine Schälin

In Institutionellen Kontexten werden Kinder meist in Gruppensettings betreut. Dabei bringt jedes Kind seine individuellen spezifischen und meist komplexen traumatischen Erlebnisse in die Gruppe ein. Die Zusammensetzung und die Erfahrungen der einzelnen Kinder beeinflussen die Dynamik der Gruppe wesentlich mit. Die professionelle Arbeit mit der Gruppe kann Kindern helfen, eigene Verhaltensweisen und jene der anderen besser zu verstehen, neue Verhaltensmöglichkeiten kennen zu lernen und einzuüben oder sich in der Gruppe positiv selbstwirksam zu erleben. Transparenz, gemeinsame Erlebnisse in der Gruppe und partizipierende Methoden wie z.B. regelmässige Gruppen-zusammenkünfte ermöglichen Kindern korrigierende Beziehungserfahrungen zu machen.

Im Modul erarbeiten wir, wie die Kraft und Energie der Gruppe für die Heilungsprozesse der Kinder positiv genutzt werden kann.

Inhaltliche Schwerpunkte des Moduls sind:

  • Die Kindergruppe als Halt gebenden, Angstfreien und sicheren Ort gestalten
  • Was bei der Zusammensetzung von Kindergruppen zu beachten ist
  • Gegenseitige Beeinflussungen und Übertragungsphänomene in Gruppen
  • Krisen in Kindergruppen
  • Grenzen der Arbeit mit Gruppen
  • Persönliche Erfahrungen der Pädagogen mit Gruppen
  • Hilfreiche Methoden in der Arbeit mit Kindergruppen

Kosten: 420.-

Modul: Akute Traumatisierung

Termin: 09./10. März 2018  ausgebucht

Nächtmöglicher Termin: 24./25. August 2018

Dozent: Dipl. Psych. Thomas Weber

Am Beispiel von akuter und singulärer Traumatisierung werden Stabilisierungstechniken vertieft sowie Maßnahmen bei Akutinterventionen vermittelt. Inhalte des Moduls sind u.a.

  • Interventionen bei Einzelnotfällen wie Kontaktaufnahme, psychosoziale erste Hilfe und Einschätzen des aktuellen psychischen Zustandes
  • Verlaufsprognose anhand von Risikofaktoren
  • Psychoedukation bei akuter Traumatisierung
  • Risikobezogene Interventionsstrategien
  • Zielgruppenorientierte Interventionen zur Prävention von psychischen Langzeitfolgen werden anhand von Beispielen diskutiert.

Kosten: 420.-

Modul: Diagnostik und Indikation bei Kindern und Jugendlichen

Nächstmöglicher Termin: 14./15. September 2018

Dozentin: Dipl.-Psych. Monika Dreiner

Im Modul werden die Inhalte des Grundlagenseminars vertieft und weitere zentrale Konzepte eingeführt. Der Schwerpunkt liegt in diesem Modul bei der differentiellen Indikation und Behandlungsplanung. Inhalte vom Kurs sind:

  • Diagnostik psychotraumatischer Störungen
  • Komorbide Störungen
  • Einführung in die Konzepte von Übertragung und Gegenübertragung
  • Erkennen und Einordnen der Symptomatik als Traumafolge in verschiedenen Berufsfeldern
  • erste Interventionsmöglichkeiten und Indikation
  • Supervision

Kosten: 420.-

Supervision (14. September 2018 (14.00 bis 17.15 Uhr))

Termin: 14. September 2018 (14.00 bis 17.15 Uhr)

Dozentin : Dipl.-Psych. Monika Dreiner

Eigene Fälle werden anhand traumapädagogischer Gesichtspunkte von Monika Dreiner supervisiert.

Kosten: 150,-

Modul: Trauma und Familie: Arbeit mit traumatisierten Eltern

Termin: 19./20. Januar 2018 – ausgebucht

Nächstmöglicher Termin: 12./13. Oktober 2018

Dozentin: Dr. phil. Maria Teresa Diez Grieser

Psychotraumatologische Perspektiven eröffnen neue Möglichkeiten im Umgang mit traumatisierten Eltern. Die Wiederbelebung von eigenen belastenden Erfahrungen der Eltern im Rahmen der Beziehung zu ihren Kindern ist ein häufiger Ausgangspunkt für Entgleisungen und „Teufelskreise“, die nicht selten in psychischer und physischer Misshandlung von Kindern münden. Die Beachtung misslingender Eltern-Kind-Interaktionen, die zu Co-traumatischen Prozessen führen können, und die Stärkung elterlicher Kompetenzen sind eine erste zentrale Ebene in der Arbeit mit traumatisierten/traumatisierenden Eltern. Die Unterstützung von Selbstreflexion und die Arbeit an den Verzerrungen bezüglich der Kinder sind eine zusätzliche, notwendige Dimension, damit Eltern ihre Traumata nicht an ihre Kinder weitergeben müssen. Inhaltliche Schwerpunkte: Familienbilder und Familienphasen Elternschaft und Trauma Eltern-Kind-Beziehung in der frühen Kindheit Co-traumatische Prozesse in der frühen Kindheit Transgenerationale Weitergabe von Traumata Arbeitsweise: Fachlicher Input, Fallbeispiele, Gruppenarbeit

Kosten: 420.-

Modul: Bewältigungsmöglichkeiten im pädagogischen Alltag

Nächstmöglicher Termin: 19./20. Oktober 2018

Dozent: Dipl-Psych. Franz Holderegger

Im Modul werden folgende Inhalte vermittelt:

  • Hilfe im „Hier und Jetzt“ zu bleiben (Regulationsfähigkeit, Distanzierung, Sicherheit geben
  • Arbeit am traumakompensatorischen Schema bei Kindern und Jugendlichen
  • Besonderheiten der Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern (Jugendhilfe, Ärzte, Pädagogen, Justiz)

Kosten: 420,-

Supervision (26. Oktober 2018 (14.00 bis 17.15 Uhr))

Termin: 26. Oktober 2018 (14.00 bis 17.15 Uhr)
Dozentin: Dr. med. Natascha Unfried

Eigene Fälle werden anhand traumapädagogischer Gesichtspunkte von Natascha Unfried supervisiert.

Kosten: 150.-

Modul: Grundlagen der Entwicklungspsychologie und Entwicklungspsychopathologie

Nächstmöglicher Termin: 2./3. November 2018

Dozentin: Dr. phil. Maria Teresa Diez Grieser

Entwicklung ist ein ständiger Veränderungsprozess, der vor allem in den ersten Lebensjahren von Reifung, Wachstum und Differenzierung bestimmt ist. Kindliche Entwicklung ist ein Geflecht von Entwicklungslinien. Die kognitive, die affektive, die psychosexuelle und die soziale Entwicklung beeinflussen sich gegenseitig. Jenseits der verschiedenen Entwicklungsstränge sind das zentrale übergeordnete Entwicklungsthema der Kindheit die Beziehungen mit den Anderen. Die Beziehungserfahrungen, die Kinder mit ihren Bezugspersonen machen, stärken sie und vermitteln ihnen ein Grundgefühl von Akzeptanz und Wertschätzung. Erwachsene sind allerdings aus vielfältigen Gründen immer wieder nicht in der Lage, kindliche Bedürfnisse wahrzunehmen und diese adäquat zu beantworten, was die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder negativ beeinflussen kann. Die Entwicklungspsychopathologie beschränkt sich nicht auf die blosse Beschreibung abweichenden Verhaltens in einem bestimmten Alter, sondern untersucht das dynamische Wechselspiel von biopsychosozialen Risiko- und Schutzbedingungen in der Entwicklung. Inhaltliche Schwerpunkte: Biopsychosoziales Modell der Entwicklung Angewandte Entwicklungspsychologie von der Geburt bis zur Adoleszenz Übergänge in der Entwicklung Phasenspezifische Themen und Vulnerabilitäten Psychopathologische Phänomene im Kindes- und Jugendalter Risiko- und Schutzprozesse Arbeitsweise: Fachlicher Input, Fallbeispiele, Gruppenarbeit

Kosten: 420.-

Modul: Spezielle Störungslehre I (ADHS, Bindung, Trauma)

Nächtmöglicher Termin: 16./17. November 2018

Dozentin: Dipl.-Psych. Monika Dreiner

Seit einigen Jahren tauchen die Begriffe Bindungsstörung, Trauma und ADHS sowohl in Befundberichten der Kinder- und Jugendpsychiatrie und –therapie als auch in den Medien immer wieder auf und spalten die professionellen Helfersysteme immer wieder in Befürworter und Gegner der entsprechenden Interventionen und pädagogischen und therapeutischen Konsequenzen. Auf der Symptomebene betrachtet gibt es viele Übereinstimmungen in den 3 Diagnosen. Dadurch ist die Zuordnung der „Symptomträger“ in die eine oder andere Kategorie erschwert und öffnet Raum für Spekulationen: handelt es sich tatsächlich um 3 verschiedene Störungsbilder mit verschiedenen Namensgebungen oder liegen den Symptomen verschiedene Entwicklungsgeschehen bzw. -pathologien zugrunde? Die Antwort auf diese Frage ist für den konkreten Umgang mit Betroffenen durchaus von Bedeutung. Sind es nur verschiedene Namen, können Beziehungsaufnahme und Interaktionen bei allen Störungsbildern gleichermaßen gestaltet werden, um die psychische Entwicklung zu fördern. Bei unterschiedlichen ätiologischen Hintergründen sollten sich die Herangehensweisen zur Entwicklungsförderung unterscheiden . Ziel des Seminars ist es daher, ein sachliches Verständnis für die beschriebenen Störungsbilder und ihre „Behandlung“ zu erarbeiten. Auf diese Weise sollte jeder Teilnehmer seinen persönlichen Standpunkt finden können. Damit ist dann auch die Voraussetzung dafür gegeben, die betroffenen Kinder und Jugendlichen im Fokus der Aufmerksamkeit zu behalten und theoretische Auseinandersetzungen an anderer Stelle zu führen. Zielgruppe: Berufsgruppen, die im pädagogischen Alltag mit Kindern und Jugendlichen konfrontiert sind (PädagogInnen, Dipl.-SozialpädagogInnen, ErzieherInnen, Fachkräfte in der Kinderkrankenpflege), die die o.g. Diagnosen erhalten haben, Interessenten aus Nachbardisziplinen. Das Seminar setzt sich zusammen aus einem theoretischen Teil, der durch Fallbearbeitung ergänzt wird. Die Teilnehmer werden daher gebeten, auch eigene Fälle aus dem jeweiligen beruflichen Alltag mitzubringen.

Kosten: 420.-

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Seminargebühren

Die Seminargebühr ist vor Seminarbeginn fällig.
Die fristgerechte Bezahlung der Seminargebühren ist Voraussetzung für einen gesicherten Seminarplatz.
Teilnehmer werden in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen aufgenommen.
Eine nur zeitweise Teilnahme an einem angemeldeten Seminar berechtigt nicht zur Minderung des jeweiligen Seminarpreises.
SIPT behält sich das Recht der Änderung der Seminargebühren vor.

Annullierungsbedingungen

Bei einem Rücktritt bis acht Wochen vor Seminarbeginn ist der Rücktritt kostenfrei.
Bei einem Rücktritt bis vier Wochen vor Seminarbeginn berechnen wir 25 % der Seminargebühr.
Bei einem Rücktritt bis vierzehn Tage vor Seminarbeginn berechnen wir fünfzig Prozent der Seminargebühren.
Bei einem späteren Rücktritt oder bei Nichterscheinen berechnen wir die Seminargebühren in voller Höhe.
Sie können Ihre Seminaranmeldung spätestens 14 Tage vor Seminarbeginn auf eine andere Person übertragen.

Bei Absage durch den Veranstalter

SIPT behält sich vor Seminare aus wichtigen Gründen abzusagen. In diesen Fällen informieren wir die Teilnehmer rechtzeitig und bieten Ersatztermine an. Wenn Ihnen die Ersatztermine nicht zusagen, erstatten wir die Seminargebühren in voller Höhe zurück. Weitergehende Forderungen sind ausgeschlossen.