CAS Lern- und Entwicklungsstörungen im Kindesalter (EWK)

Frühe Extrembelastung und ihre Folgen

Ziele und Voraussetzungen

Der CAS Lern- und Entwicklungsstörungen im Kindesalter führt das SIPT gemeinsam mit dem Marie Meierhofer Institut für das Kind mit Sitz in Zürich durch. Der Lehrgang richtet sich an Fachpersonen, die in ihrem Arbeitsbereich mit psychisch traumatisierten Kindern und Jugendlichen konfrontiert sind: LehrerInnen, SchulpsychologInnen, ErzieherInnen, DiplompädagogInnen, SozialpädagogInnen oder HeilpädagogInnen. Das Konzept der traumazentrierten Fachpädagogik dient speziell der Professionalisierung jener Berufsgruppen, die in pädagogischen Arbeitsfeldern tätig sind. Der Bedarf an konkreten und handlungsbezogenen Konzepten ist hier besonders gross, da MitarbeiterInnen in pädagogischen Feldern im Beratungs-Therapie-Schnittstellenbereich vor vergleichbare Probleme gestellt werden wie ihre psychotherapeutischen FachkollegInnen: Das Erkennen (die Diagnose) traumabedingter Symptome kann ausserordentlich schwierig sein und die üblichen Vorgehensweisen stossen bei vielen Traumatisierten an ihre Grenzen. Voraussetzungen sind Berufserfahrung als SozialpädagogIn, HeilpädagogIn, ErzieherIn, LehrerIn oder einer äquivalenten Ausbildung. Neben der Vermittlung von Grundkenntnissen der Psychotraumatologie wird in der Fortbildung der Schwerpunkt auf die Diagnostik psychotraumatischer Syndrome im Kindes- und Jugendalter gelegt. Es werden traumaspezifisch modifizierte Interventionsmöglichkeiten und Techniken der Beratung geübt.

Zertifikat Am Abschluss der Fortbildung steht der CAS Lern- und Entwicklungsstörungen im Kindesalter (EWK) der Steinbeis-Hochschule Berlin SHB.

Aufbau der Fortbildung Der Fortbildungsgang CAS Lern- und Entwicklungsstörungen im Kindesalter (EWK) umfasst insgesamt 200 Unterrichtseinheiten (UE) und wird in 15 Seminaren durchgeführt (Dauer der Fortbildung ca. 1,5 Jahre). Die Fortbildung erfordert zusätzlich 20 traumaspezifisch ausgerichteten Supervisionseinheiten. Diese können sowohl in Einzel- als auch in Gruppensupervision stattfinden sowie in Form eines Blockseminars. Zusätzlich ist ein Selbststudium von 300 UE Bestandteil der Fortbildung.

Grundmodule CAS Curriculum:

CAS Anmeldung
Modul: Grundkurs
Modul: Präverbale Traumatisierung
Modul: Bewältigungsmöglichkeiten im pädagogischen Alltag
Modul: Grundlagen der Entwicklungspsychologie und Entwicklungspsychopathologie
Modul: Fallkonzeption und Supervision
Modul: Spezielle Störungslehre I (ADHS, Bindung, Trauma)
Modul: Psychohygiene – Stressbewältigung – Selbstfürsorge in sozialen Berufen
Modul: Trauma und Familie: Arbeit mit traumatisierten Eltern
Modul: Trauma in verschiedenen institutionellen Kontexten des Vorschulalters - Kita, Tagesfamilien, Pflegefamilien, stationäre Einrichtungen für kleine Kinder
Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Traumatherapie und Traumapädagogik bei traumatisierten Kindern und Jugendlichen
Supervision (16. Februar 2018 (18.00 bis 21.15 Uhr))
Modul: Akute und singuläre Traumatisierung
Neurobiologie des PTSD: Stress, Trauma und Regulation in Psyche, Gehirn und Körper
Modul: Spezielle Störungslehre II (Folgen dissoziativer Störungsbilder )
Modul: Spezielle Psychotraumatologie der Entwicklung (Vernachlässigung, psychische und sexuelle Misshandlung, , häusliche Gewalt, Mobbing, etc.) – Äußere Prozesse : resiliente Faktoren
Modul: Übertragung und Gegenübertragung als pädagogisches Instrument
Supervision (15. Juni 2018 (14.00 bis 17.15 Uhr))
Traumapädagogik: Trauma und der Umgang damit im Schulalltag
Supervision (29. Juni 2018 (14.00 bis 17.15 Uhr))
Gruppenpädagogische Arbeit mit traumatisierten Kindern bis 12 Jahre
Modul: Diagnostik und Indikation bei Kindern und Jugendlichen
Supervision (26. Oktober 2018 (14.00 bis 17.15 Uhr))