FachberaterIn für Psychotraumatologie im Alter

Kurszeiten: Freitag 18.00-21.15 Uhr und Samstag 09.00-16.30 Uhr

Modul Anmeldung

Modul: Diagnostik und Gesprächsführung unter traumadynamischen Gesichtspunkten

Nächstmöglicher Termin: 27./28. September 2019

Dozentin: Prof. Dr. phil. Rosmarie Barwinski

Im Kurs werden folgende Inhalte vermittelt:

  • Erkennen und Einordnen der Symptomatik als Traumafolgestörung
  • Einbindung der Traumawirkung in den Alternsprozess
  • Anamnese: Sensibilisierung für Risokogruppen
  • Akute und singuläre Traumatisierung: Verlaufsprognose anhand von Risikofaktoren
  • Chronifizierte und komplexe Traumata
  • lebensspannenbezogene Vulnerabilitäten für Traumata
  • Supervision
  • Besonderheiten der Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern

Kosten: CHF 450.-

Modul: Psychohygiene - Stressbewältigung - Selbstfürsorge in sozialen Berufen

Nächstmöglicher Termin: 04./05. Oktober 2019

Dozent: Dipl.-Psych. Thomas Weber

Zunehmende berufliche und/oder private Dauerbelastung führt in immer mehr Fällen zu einer tiefgreifenden Erschöpfung, die den Betroffenen dauerhaft erschüttern. Die Gründe für diese Überlastung sind vielschichtig und zunächst kaum zu erkennen. Psychische und körperliche Beeinträchtigungen nehmen schleichend oder abrupt zu.
Der Begriff „Burnout“ kennzeichnet diesen negativen arbeitsbezogenen psychischen Zustand. Meist geht er einher mit dauerhafter Erschöpfung, Stresserleben, Unruhe und  Anspannung, einem Gefühl verringerter Effektivität, gesunkener Motivation bis hin zu der Entwicklung dysfunktionaler Einstellungen und Verhaltensweisen bei der Arbeit.
Weshalb entwickelt sich dieser Zustand und wie kann man ihm entgegenwirken bzw. vorbeugen?
Bei Burnout ist es wichtig, nicht nur die belastenden äusseren Faktoren anzuschauen und einer kritischen Auseinandersetzung zu unterziehen, sondern auch die persönlichen, bewussten und unbewussten Einstellungen, Überzeugungen, Erwartungen und Herangehensweisen der Betroffenen zu betrachten. Hier können Belastungspotentiale erkannt und Veränderungsmöglichkeiten reflektiert werden.
Um eigenen Entwicklungs- und konstruktiven  Lösungsmöglichkeiten Raum zu geben, ist zentral, Burnout als Ausdruck einer mangelnden Passung vom betroffenen Menschen und Arbeitsumwelt zu verstehen, die aus einer langandauernden zu hohen Energieabgabe des Individuums bei zu geringer Energiezufuhr eine zu geringe Wirkung zeigt.
Eine präventive und auch kurative Auseinandersetzung mit dem Burnoutsyndrom muss sich daher immer auf beide Ebenen beziehen, die es in ihrem Zusammenspiel und ihren wechselseitigen Beeinflussungen zu verstehen gilt.

Kosten: CHF 450.-

Modul: Neurobiologie des PTSD

Nächstmöglicher Termin: 11./12. Oktober 2019

Dozent: Bernd Frank, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

Das bio-medizinische Maschinenkonzept weicht immer mehr der Vorstellung, dass der lebendige menschliche Organismus eben keinem zusammengesetzten Konstrukt aus Einzelteilen entspricht. Vielmehr wird der Mensch als Einheit aufgefasst, die ihre Balance im ausgewogenen Zusammenspiel aller Körpersysteme gewinnt. Das Nervensystem – als Träger des Psychischen – führt alle Elemente zusammen und findet sich dabei in komplexer Wechselwirkung mit dem Hormon-, Immun-, Bindegewebs- und Muskelsystem.
Eine herausragende Rolle für das harmonische Miteinander nehmen die autonomen und endokrinen Regulationssysteme ein.
Stress und traumatische Erfahrungen – insbesondere wenn sie sich sehr früh manifestieren – können über eine Beeinflussung der strukturellen und funktionellen Hirnentwicklung zu einer veränderten Funktionalität aller Systeme führen. Vieles spricht dafür, dass damit eine Prädisposition gegenüber psychischen Erkrankungen geschaffen wird.
Der Vortrag führt im Sinne einer „Rundreise“ durch die Grundlagen und aktuellen Befunde zu Stress, Gehirnentwicklung und Regulationsfähigkeit.

Kosten: CHF 450.-

Modul: Fallkonzeption

Nächstmöglicher Termin: 01./02. November 2019

Dozentin: Prof. Dr. phil. Rosmarie Barwinski

Im Modul „Fallkonzeption“ haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, ihren Abschlussfall vorzustellen und zu besprechen. Die Fälle werden anhand des Verlaufsmodells psychischer Traumatisierung analysiert, Übertragungs- und Gegenübertragungsphänomene werden herausgearbeitet und adäquate Behandlungsstrategien besprochen.

Die für das Abschlusszertifikat erforderliche Erstellung von Falldokumentationen wird geübt.

Inhalte des Moduls:

  • Auswirkungen der Fortbildung auf den Berufsalltag
  • Analyse eigener Fälle anhand des Verlaufsmodells psychischer Traumatisierung
  • Anleitung für die Erstellung von Falldokumentationen

Kosten: CHF 450.-

Modul: Schmerz verstehen - Neurobiologie von Regulation und Schmerz

Nächstmöglicher Termin: 01./02. November 2019

Dozent: Mag. Dr. phil. Dr. scient. med. Damir del Monte

Funktionsprinzipien – eine polyperspektivische Betrachtung des Menschen zu etablieren. Psychisches und Körperliches wird dabei als eine untrennbare leib-seelische Einheit aufgefasst. Gleichzeitig wird hier das Postulat vertreten, dass jede Schmerzäußerung ein physiologisches Substrat im Gehirn besitzt.
So führt dieser Vortrag mit einmaligen Visualisierungen auf sehr anschauliche Weise durch eben dieses morphologische Substrat des Schmerzes, beschreibt die komplexen Prozesse der Selbstregulation und stellt zugleich Modelle vor, die Ansatzpunkte und mögliche Wirkeffekte (psycho-)therapeutischer Interventionen zu beschreiben suchen. Eine spannende Reise durch Hirn- und Körperwelten.

Kosten: CHF 450.-

Modul: Folgen von Traumatisierung im Alter: Erfahrungen und Umgang mit Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind

Nächstmöglicher Termin: 8./9. November 2019
Dozent: Raymond Scheer

Die Folgen von Traumaerfahrungen im Kindes- oder Erwachsenenalter können oft ein Leben lang durch stabilisierende Lebensbedingungen oder individuelle, persönliche Strategien verdrängt werden.

Erfahrungen im Alter durch Verluste von nahestehenden Personen, Isolation, psychischer und physischer Beeinträchtigungen oder durch akute traumatisierende Erlebnisse können die latenten unsicheren Muster wieder aktiv werden. Dabei brechen die erlebten Angsterfahrungen wieder auf und stürzen ältere Menschen in eine Krise. Durch eine Demenzerkrankung verlieren traumatisierte Menschen ihre Fähigkeit, kognitive Bewältigungsstrategien zu erhalten oder zu entwickeln.

Aufgrund der abnehmenden Erinnerungsfähigkeit werden Sinneswahrnehmungen nicht mehr korrigiert, treffen ungefiltert auf die Person und lösen Ängste und Aggressionen aus die für das Umfeld nicht verständlich erscheinen.

Betreuende Angehörige und Pflegefachpersonen sind häufig mit aggressivem Verhalten konfrontiert deren Auslöser für sie verborgen ist.

Anhand der Biografie, der Analyse von Verhaltensweisen und des Bindungsverhaltens können Hinweise auf Traumata gefunden werden.

In diesem Modul steht die Beziehungsdynamik in der Arbeit mit Traumaopfern, die an einer Demenz erkrankt sind, im Vordergrund. Es werden Strategien der Beratung vermittelt und der Umgang mit unterschiedlichen Formen der Demenz und der Traumatisierung an Beispielen aus der Praxis illustriert.

 

 

Kosten: CHF 450.-

Supervision (06. Dezember 2019 (14.00 bis 17.15 Uhr))

Termin: 06. Dezember 2019 (14.00 bis 17.15 Uhr)

Dozent: Dipl.-Psych. Thomas Weber

Eigene Fälle werden anhand traumadynamischer Gesichtspunkte von Thomas Weber supervidiert.

Kosten: CHF 180.-

Modul: Stabilisierung

Nächstmöglicher Termin: 24./25. Januar 2020

Dozentinnen: Lisa Helfenberger und Esther Ebneter

Innerpsychische Stabilisierungsarbeit bedeutet zunehmend mehr Kontrolle über die Symptome und deren Auswirkungen zu erwerben. Dadurch ergibt sich mehr Lebensqualität, weil z.B. nicht alles was Symptome erzeugen könnte, vermieden werden muss. Für eine tiefergehende, ursachenbezogenen Therapie ist dies eine wichtige Voraussetzung.
Daneben gibt es psychosoziale Faktoren, die sich positiv oder auch negativ auf die Stabilität auswirken können. Deshalb ist es unumgänglich, auch diese Faktoren mit zu berücksichtigen.
Der Kurs möchte symptombezogen verschiedene Möglichkeiten der Stabilisierung vorstellen, Themen der äusseren Stabilität ansprechen und die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch bieten.
Kursinhalt:
Stabilisierungskontexte: Akute Stabilisierung – prozesshafte Stabilisierung
Psychosoziale Faktoren bei der Stabilisierung
Stabilisierungstechniken: Theorie mit Übungen,
Arbeit mit Triggersituationen, Theorie mit Übungen

Kosten: CHF 450.-

Supervision (31. Januar 2020 (14.00 bis 17.15 Uhr))

Termin: 31. Januar 2020 (14.00 bis 17.15 Uhr)

Dozent: Dipl.-Psych. Thomas Weber

Eigene Fälle werden anhand traumadynamischer Gesichtspunkte von Thomas Weber supervidiert.

Kosten: 180.-

Modul: Grundkurs

Nächstmöglicher Termin: 14./15. Februar 2020

Dozentin: lic. phil. Christina Haeny

Der Grundkurs gibt eine Einführung in die Psychotraumatologie. Zentrale Konzepte werden praxisnah vermittelt und anhand von Fallbeispielen illustriert. Der Grundkurs umfasst folgende Inhalte:

  • Grundbegriffe der Psychotraumatologie
  • Einführung in das Verlaufsmodell psychischer Traumatisierung
  • Diagnostik psychotraumatischer Störungen
  • Neurobiologie des PTSD mit Schwerpunkt Traumawirkung in den Alternsprozess
  • Dynamik psychotraumatischer Störungen
  • Einübung von Beratungssequenzen

Kosten: CHF 450.-

Modul: Transgenerationale Traumatisierung

Termin: 20./21. März 2020

DozentInnen: Oliver Christen,Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Dr. med. Katherine Schlag)

Erstaunlich ist es, wie sehr die unbewältigten traumatischen Erlebnisse früherer Generationen bzw. naher Angehörigen noch einen nachhaltigen Einfluss auf die Seele von Betroffenen haben können.

Die Weitergabe traumatischer Erfahrungen an die nächsten Generationen wird Gegenstand dieses Seminars sein. In einem problemorientierten Ansatz werden anhand von Fallbeispielen die bisherigen Erkenntnisse und Forschungsergebnisse zu Weitergabemechanismen, Symptombildung und Behandlung, primär aus psychodynamischer, bindungstheoretischer und biologischer Hinsicht erarbeitet.

Kosten: CHF 450.-

Modul: Migration und Trauma – transkulturelle und traumatherapeutische Kompetenzen in der Behandlung und Beratung von Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund

Nächstmöglicher Termin: 15./16. Mai 2020
Dozent: Dr. med. Oliver Schwald

Wie kann eine Begegnung mit Menschen mit Migrationshintergund in der Therapie und Beratung gelingen? Welche transkulturellen Kompetenzen und Perspektiven müssen wir Fachpersonen in unserer Arbeit integrieren? Verändert das unsere Arbeitsweise? Wie wirkt sich Migration auf die psychische Gesundheit aus?

Die Beratung von Geflüchteten und Asylsuchenden ist dabei eine besondere Herausforderung, da die Exilsituation mit ihren teils prekären Lebensbedingungen, sowohl für Asylsuchende wie auch für die Fachpersonen zu überfordernden Situationen führen kann. Wie können hier sichere und haltende Rahmenbedingungen für eine Behandlung etabliert werden?

Aspekte wie Kultur, Gesellschaft, Sprache, Arbeit mit Sprach- und Kulturmittlern, Aufenthaltsstatus sollen ebenso berücksichtig werden wie der Umgang mit den schweren Traumatisierungen und Menschenrechtsverletzungen, die die Integration von traumatherapeutischen Techniken erfordern.

Fallvignetten von Teilnehmenden sind sehr willkommen. Neben Theorievermittlung ist in diesem Kurs auch die Selbstreflexion über den eigenen Kulturbegriff und Stereotypien sowie das Üben anhand von Rollenspielen und Kleingruppenarbeit vorgesehen.

Kosten: CHF 450.-

Supervision (Termin: 19. Juni 2020 (14.00 bis 17.15 Uhr))

Termin: 19. Juni 2020 (14.00 bis 17.15 Uhr)

Dozent: Dipl.-Psych. Thomas Weber

Eigene Fälle werden anhand traumadynamischer Gesichtspunkte von Thomas Weber supervidiert.

Kosten: 180.-

Supervision (10. Juli 2020 (14.00 bis 17.15 Uhr))

Termin: 10. Juli 2020 (14.00 bis 17.15 Uhr)

Dozent: Dipl.-Psych. Thomas Weber

Eigene Fälle werden anhand traumadynamischer Gesichtspunkte von Thomas Weber supervidiert.

Kosten: 180.-

Supervision (18. September 2020 (14.00 bis 17.15 Uhr))

Termin: 18. September 2020 (14.00 bis 17.15 Uhr)

Dozent: Dipl.-Psych. Thomas Weber

Eigene Fälle werden anhand traumadynamischer Gesichtspunkte von Thomas Weber supervidiert.

Kosten: 180.-

Supervision (06. November 2020 (14.00 bis 17.15 Uhr))

Termin: 06. November 2020 (14.00 bis 17.15 Uhr)

Dozent: Dipl.-Psych. Thomas Weber

Eigene Fälle werden anhand traumadynamischer Gesichtspunkte von Thomas Weber supervidiert.

Kosten: 180.-

Supervision (20. November 2020 (14.00 bis 17.15 Uhr))

Termin: 20. November 2020 (14.00 bis 17.15 Uhr)

Dozent: Dipl.-Psych. Thomas Weber

Eigene Fälle werden anhand traumadynamischer Gesichtspunkte von Thomas Weber supervidiert.

Kosten: 180.-

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Seminargebühren

Die Seminargebühr ist vor Seminarbeginn fällig.
Die fristgerechte Bezahlung der Seminargebühren ist Voraussetzung für einen gesicherten Seminarplatz.
Teilnehmer werden in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen aufgenommen.
Eine nur zeitweise Teilnahme an einem angemeldeten Seminar berechtigt nicht zur Minderung des jeweiligen Seminarpreises.
SIPT behält sich das Recht der Änderung der Seminargebühren vor.

Annullierungsbedingungen

Bei einem Rücktritt bis acht Wochen vor Seminarbeginn ist der Rücktritt kostenfrei.
Bei einem Rücktritt bis vier Wochen vor Seminarbeginn berechnen wir 25 % der Seminargebühr.
Bei einem Rücktritt bis vierzehn Tage vor Seminarbeginn berechnen wir fünfzig Prozent der Seminargebühren.
Bei einem späteren Rücktritt oder bei Nichterscheinen berechnen wir die Seminargebühren in voller Höhe.
Sie können Ihre Seminaranmeldung spätestens 14 Tage vor Seminarbeginn auf eine andere Person übertragen.

Umbuchungen

Bei Umbuchen müssen wir aufgrund des administrativen Aufwandes 80.- CHF Umbuchungsgebühr verrechnen.

Bei Absage durch den Veranstalter

SIPT behält sich vor Seminare aus wichtigen Gründen abzusagen. In diesen Fällen informieren wir die Teilnehmer rechtzeitig und bieten Ersatztermine an. Wenn Ihnen die Ersatztermine nicht zusagen, erstatten wir die Seminargebühren in voller Höhe zurück. Weitergehende Forderungen sind ausgeschlossen.