FachberaterIn für Psychotraumatologie im Alter

Kurszeiten: Freitag 18.00-21.15 Uhr und Samstag 09.00-16.30 Uhr

Modul Anmeldung

Modul: Grundkurs

Termin: 15./16. Dezember 2017  ausgebucht

Nächstmöglicher Termin: 27./28. Oktober 2017

Dozentin: Prof. Dr. phil. Rosmarie Barwinski

Der Grundkurs gibt eine Einführung in die Psychotraumatologie. Zentrale Konzepte werden praxisnah vermittelt und anhand von Fallbeispielen illustriert. Der Grundkurs umfasst folgende Inhalte:

  • Grundbegriffe der Psychotraumatologie
  • Einführung in das Verlaufsmodell psychischer Traumatisierung
  • Diagnostik psychotraumatischer Störungen
  • Neurobiologie des PTSD mit Schwerpunkt Traumawirkung in den Alternsprozess
  • Dynamik psychotraumatischer Störungen
  • Einübung von Beratungssequenzen

Kosten: CHF 420.-

Modul: Gefangen im Krieg – klinische Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen

Nächstmöglicher Termin: 17./18. November 2017
Dozent: Dr. med. Oliver Schwald

Nach Angaben des UN Flüchtlingshilfswerks UNHCR sind zur Zeit über 60 Millionen Menschen auf der Flucht aus Kriegsgebieten, vor politischer Unterdrückung und ethnischer oder politischer Verfolgung und Armut. Allein seit Beginn des Jahres 2016 kamen über 80.000 Flüchtlinge und Migranten über den Seeweg nach Europa.

Flüchtlinge sind zumeist in der Heimat und auf der Flucht schwer traumatisiert worden – ihre Erfahrungen hinterlassen nicht nur tiefe Spuren in Ihrer Persönlichkeit, ihre Traumatisierungen werden oftmals wiederbelebet und reaktiviert in ihrem realen sozialen Leben. Für viele stehen subjektiv psychosoziale und psychoökonomische Schwierigkeiten im Vordergrund wie aufenthaltsrechtliche Probleme, soziale Isolation, Entwurzelung, Arbeitslosigkeit, fehlende ökonomische Perspektive.

Die psychotherapeutische und psychosoziale Arbeit mit schwer traumatisierten Flüchtlingen stellt eine besondere Herausforderung für alle Fachpersonen dar.

Wir sind als Therapeuten oder Beratende in der Beziehungsgestaltung sehr gefordert. Im Kurs werden wir unser eigenes Scham- und Schulderleben im Umgang mit depriviligierten Menschen und die Nähe-Distanzregulierung die herausfordert besprechen.

Die Arbeit in einem interdisziplinären Setting und eine transkulturelle Haltung, mit dem Fokus den Klienten in seiner Lebenswelt hier in der Schweiz zu erfassen, Therapie und Beratung mit Dolmetschern und traumainformiertes Arbeiten sind weitere wichtige Elemente in der Behandlung von Folter und Kriegsopfern und thematische Schwerpunkte des Kurses.

Fallvignetten von Teilnehmenden sind sehr willkommen und sollen zu einem besseren Verständnis verhelfen.

Kosten: CHF 420.-

Modul: Fallkonzeption und Supervision

Termin: 20./21. Oktober 2017 ausgebucht

Nächstmöglicher Termin: 01./02. Dezember 2017

Dozentin: Prof. Dr. phil. Rosmarie Barwinski

In diesem abschliessenden Baustein haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, Fälle aus ihrem Tätigkeitsbereich vorzustellen. Die Fälle werden anhand des Verlaufsmodells psychischer Traumatisierung analysiert, Übertragungs- und Gegenübertragungsphänomene werden herausgearbeitet und adäquate Beratungsstrategien besprochen.
Die für das Abschlusszertifikat erforderliche Erstellung von Falldokumentationen wird geübt.
Inhalte des Moduls:

  • Auswirkungen der Fortbildung auf den Berufsalltag
  • Analyse eigener Fälle anhand des Verlaufsmodells psychischer Traumatisierung
  • Anleitung für die Erstellung von Falldokumentationen

Kosten: CHF 420.-

Modul: Psychohygiene - Stressbewältigung - Selbstfürsorge in sozialen Berufen

Nächstmöglicher Termin: 08./09. Dezember 2017

Dozent: Dipl.-Psych. Thomas Weber

Zunehmende berufliche und/oder private Dauerbelastung führt in immer mehr Fällen zu einer tiefgreifenden Erschöpfung, die den Betroffenen dauerhaft erschüttern. Die Gründe für diese Überlastung sind vielschichtig und zunächst kaum zu erkennen. Psychische und körperliche Beeinträchtigungen nehmen schleichend oder abrupt zu.
Der Begriff „Burnout“ kennzeichnet diesen negativen arbeitsbezogenen psychischen Zustand. Meist geht er einher mit dauerhafter Erschöpfung, Stresserleben, Unruhe und  Anspannung, einem Gefühl verringerter Effektivität, gesunkener Motivation bis hin zu der Entwicklung dysfunktionaler Einstellungen und Verhaltensweisen bei der Arbeit.
Weshalb entwickelt sich dieser Zustand und wie kann man ihm entgegenwirken bzw. vorbeugen?
Bei Burnout ist es wichtig, nicht nur die belastenden äusseren Faktoren anzuschauen und einer kritischen Auseinandersetzung zu unterziehen, sondern auch die persönlichen, bewussten und unbewussten Einstellungen, Überzeugungen, Erwartungen und Herangehensweisen der Betroffenen zu betrachten. Hier können Belastungspotentiale erkannt und Veränderungsmöglichkeiten reflektiert werden.
Um eigenen Entwicklungs- und konstruktiven  Lösungsmöglichkeiten Raum zu geben, ist zentral, Burnout als Ausdruck einer mangelnden Passung vom betroffenen Menschen und Arbeitsumwelt zu verstehen, die aus einer langandauernden zu hohen Energieabgabe des Individuums bei zu geringer Energiezufuhr eine zu geringe Wirkung zeigt.
Eine präventive und auch kurative Auseinandersetzung mit dem Burnoutsyndrom muss sich daher immer auf beide Ebenen beziehen, die es in ihrem Zusammenspiel und ihren wechselseitigen Beeinflussungen zu verstehen gilt.

Kosten: CHF 420.-

Modul: Stabilisierung

Nächstmöglicher Termin: 2./13. Januar 2018

Dozentinnen: Lisa Helfenberger und Esther Ebnöter

Hier werden vermittelt:

  • Theoretische Grundlagen von Distanzierungs- und Stabilisierungstechniken wie imaginative Verfahren nach der PITT
  • Techniken der stabilisierenden Gesprächsführung, Kognitive Techniken, Verhaltensorientierte Methoden, sowie Mischtechniken. Die einzelnen Stabilisierungsverfahren werden praxisnah beschrieben und im Rollenspiel geübt

Kosten: 420.-

Modul: Posttraumatische Belastungsstörung und somatoforme Symptome und Schmerzen

Termin: 16./17. März 2018
Dozent: Dr. med. Matthias Kollmann

Viele Menschen mit Traumafolgestörungen leiden nicht nur unter den bekannten Symptomen der PTBS sondern auch unter zahlreichen z. T. schwer beeinflussbaren Körpersymptomen bis hin zu ausgeprägten Schmerzen. Häufig handelt es sich dabei um für die Therapeuten schwer zu beeinflussende Symptome. Im Seminar werden zunächst die neurobiologischen Entstehungen der somatoformen Symptome und der Schmerzstörung mit den Zusammenhängen der dysfunktionalen Bindungserfahrungen in der Kindheit diskutiert und dies mit den traumatischen Erfahrungen korreliert. Danach werden die therapeutischen Möglichkeiten der Beeinflussung der Körpersymptome erörtert und anhand von Einzelfalldarstellungen erklärt. Dabei sind eigene Erfahrungen mit Klienten und Fallbeispiele der Teilnehmer erwünscht.

Kosten: CHF 420.-

Neurobiologie des PTSD: Stress, Trauma und Regulation in Psyche, Gehirn und Körper

Termin: 01./02. Dezember 2017 – ausgebucht (Dozent: Oliver Christen, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie)

Termin: 26./27. Januar 2018 – ausgebucht (Dozent: Bernd Frank, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie)

Nächstmöglicher Termin: 18./19. Mai 2018 (Dozent: Dr. phil. Damir del Monte)

Das bio-medizinische Maschinenkonzept weicht immer mehr der Vorstellung, dass der lebendige menschliche Organismus eben keinem zusammengesetzten Konstrukt aus Einzelteilen entspricht. Vielmehr wird der Mensch als Einheit aufgefasst, die ihre Balance im ausgewogenen Zusammenspiel aller Körpersysteme gewinnt. Das Nervensystem – als Träger des Psychischen – führt alle Elemente zusammen und findet sich dabei in komplexer Wechselwirkung mit dem Hormon-, Immun-, Bindegewebs- und Muskelsystem.
Eine herausragende Rolle für das harmonische Miteinander nehmen die autonomen und endokrinen Regulationssysteme ein.
Stress und traumatische Erfahrungen – insbesondere wenn sie sich sehr früh manifestieren – können über eine Beeinflussung der strukturellen und funktionellen Hirnentwicklung zu einer veränderten Funktionalität aller Systeme führen. Vieles spricht dafür, dass damit eine Prädisposition gegenüber psychischen Erkrankungen geschaffen wird.
Der Vortrag führt im Sinne einer „Rundreise“ durch die Grundlagen und aktuellen Befunde zu Stress, Gehirnentwicklung und Regulationsfähigkeit.

Kosten: CHF 420.-

Modul: Folgen von Traumatisierung im Alter: Diagnostik und Gesprächsführung unter traumadynamischen Gesichtspunkten

Nächstmöglicher Termin: 12./13. Oktober 2018

Dozentin: Prof. Dr. phil. Rosmarie Barwinski

Im Kurs werden folgende Inhalte vermittelt:

  • Erkennen und Einordnen der Symptomatik als Traumafolgestörung
  • Einbindung der Traumawirkung in den Alternsprozess
  • Anamnese: Sensibilisierung für Risokogruppen
  • Akute und singuläre Traumatisierung: Verlaufsprognose anhand von Risikofaktoren
  • Chronifizierte und komplexe Traumata
  • lebensspannenbezogene Vulnerabilitäten für Traumata
  • Supervision
  • Besonderheiten der Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern

Kosten: CHF 420.-

Modul: Umgang mit traumatisierten Menschen mit Demenz

Nächstmöglicher Termin: 19./20.10.2018
Dozent: Raymond Scheer

Im Kurs steht die Beziehungsdynamik in der Arbeit mit traumatisierten Menschen mit Demenz  im Vordergrund. Der Umgang mit traumatisierten Patienten mit unterschiedlichen Demenz-Formen wird anhand von Beispielen aus der Praxis illustriert. Inhalte des Moduls sind:

  • Altersbilder & -perspektiven
  • Belastungen (Alter) Milieu
  • Traumakompensatorisches Schemata
  • Krisen und Bewältigung
  • Demenzen (Formen)
  • Bezugspersonen, Rollen, Umfeld
  • Trauma? Hinweise, Biografie
  • Fallbearbeitung

Kosten: CHF 420.-

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Seminargebühren

Die Seminargebühr ist vor Seminarbeginn fällig.
Die fristgerechte Bezahlung der Seminargebühren ist Voraussetzung für einen gesicherten Seminarplatz.
Teilnehmer werden in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen aufgenommen.
Eine nur zeitweise Teilnahme an einem angemeldeten Seminar berechtigt nicht zur Minderung des jeweiligen Seminarpreises.
SIPT behält sich das Recht der Änderung der Seminargebühren vor.

Annullierungsbedingungen

Bei einem Rücktritt bis acht Wochen vor Seminarbeginn ist der Rücktritt kostenfrei.
Bei einem Rücktritt bis vier Wochen vor Seminarbeginn berechnen wir 25 % der Seminargebühr.
Bei einem Rücktritt bis vierzehn Tage vor Seminarbeginn berechnen wir fünfzig Prozent der Seminargebühren.
Bei einem späteren Rücktritt oder bei Nichterscheinen berechnen wir die Seminargebühren in voller Höhe.
Sie können Ihre Seminaranmeldung spätestens 14 Tage vor Seminarbeginn auf eine andere Person übertragen.

Bei Absage durch den Veranstalter

SIPT behält sich vor Seminare aus wichtigen Gründen abzusagen. In diesen Fällen informieren wir die Teilnehmer rechtzeitig und bieten Ersatztermine an. Wenn Ihnen die Ersatztermine nicht zusagen, erstatten wir die Seminargebühren in voller Höhe zurück. Weitergehende Forderungen sind ausgeschlossen.