Kurszeiten: Freitag 18.00-21.15 Uhr und Samstag 09.00-16.30 Uhr

Bitte wählen Sie noch ein weiteres Vertiefungs-Modul aus den Bereichen: „Kinder und Jugendliche“ oder „Trauma und Alter“.

Modul Anmeldung

Migration und Trauma – transkulturelle und traumatherapeutische Kompetenzen in der Behandlung und Beratung von Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund

Nächstmöglicher Termin:  23./24. November 2018

Dozent: Dr. med. Oliver Schwald

Wie kann eine Begegnung mit Menschen mit Migrationshintergund in der Therapie und Beratung gelingen? Welche transkulturellen Kompetenzen und Perspektiven müssen wir Fachpersonen in unserer Arbeit integrieren? Verändert das unsere Arbeitsweise? Wie wirkt sich Migration auf die psychische Gesundheit aus?

Die Beratung von Geflüchteten und Asylsuchenden ist dabei eine besondere Herausforderung, da die Exilsituation mit ihren teils prekären Lebensbedingungen, sowohl für Asylsuchende wie auch für die Fachpersonen zu überfordernden Situationen führen kann. Wie können hier sichere und haltende Rahmenbedingungen für eine Behandlung etabliert werden?

Aspekte wie Kultur, Gesellschaft, Sprache, Arbeit mit Sprach- und Kulturmittlern, Aufenthaltsstatus sollen ebenso berücksichtig werden wie der Umgang mit den schweren Traumatisierungen und Menschenrechtsverletzungen, die die Integration von traumatherapeutischen Techniken erfordern.

Fallvignetten von Teilnehmenden sind sehr willkommen. Neben Theorievermittlung ist in diesem Kurs auch die Selbstreflexion über den eigenen Kulturbegriff und Stereotypien sowie das Üben anhand von Rollenspielen und Kleingruppenarbeit vorgesehen.

Kosten: CHF 450.-

Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Traumatherapie und Traumapädagogik bei traumatisierten Kindern und Jugendlichen

Nächstmöglicher Termin: 15./16. Februar 2019

DozentInnen: Marianne Herzog, Silvan Holzer

Die Zahl der Menschen auf der Flucht hat in den letzten Jahren weltweit stark zugenommen. Seit dem zweiten Weltkrieg waren nie mehr so viele Menschen auf der Flucht wie heute. Verschiedene Studien zeigen, dass man davon ausgehen muss, dass jeder zweite Flüchtling minderjährig ist und diese Kinder und Jugendlichen zunehmend auch alleine flüchten. Nicht selten sind diese jungen Menschen einerseits durch Erlebnisse im Heimatland belastet, erleben potentiell Traumatisches während der Flucht und sind auch nach Ankunft in einem vermeintlich sicheren Asylland durch vielfältige postmigratorische Stressfaktoren zusätzlich belastet. Das kann das „Fass“ trotz der vielen Ressourcen schliesslich zum Überlaufen bringen. Damit nimmt auch die Häufigkeit potentiell traumatisierter Kinder und Jugendlicher zu und die Wahrscheinlichkeit, in beruflichem und/oder privaten Kontext mit traumatisierten minderjährigen MigrantInnen konfrontiert zu sein.

Marianne Herzog ist Traumapädagogin und arbeitet mit seelisch belasteten Kindern und ihrem Umfeld ganz bewusst pädagogisch – traumapädagogisch. Silvan Holzer ist Kinder- und Jugendpsychotherapeut, Notfallpsychologe NNPN. Er arbeitet als Traumatherapeut am Ambulatorium für Kriegs-, Flucht- und Folteropfer in Bern. Neben der therapeutischen Behandlung dieser Kinder und Jugendlichen kann eine Unterstützung im Alltag durch traumapädagogische Handlungsweisen die Wirkung der Therapie unterstützen. Eine erste Stabilisierung durch Traumapädagogik ist aber auch möglich, bevor eine Therapie einsetzt. Dieses interdisziplinäre Miteinander von Therapie und Pädagogik ist sehr effizient und wird von den beiden Kursleitenden in einem spannenden Austausch vorgestellt.

In der Weiterbildung fokussieren wir auf die Auswirkungen der Symptome von Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) oder Traumafolgestörungen auf die sozial-emotionale Beziehungsgestaltung des pädagogischen und alltäglichen Miteinanders. Wir überlegen was traumatisierten Kindern im schulischen Alltag helfen kann. Wie kann auf den einschneidenden Verlust von Vertrauen und Sicherheit eingegangen werden? Wie kann die Schule ein sicherer Ort sein? Welche Hilfsmittel eignen sich speziell gut im Umgang mit belasteten Kindern? Was können die Chancen, aber auch die Risiken und Grenzen der interdisziplinären Zusammenarbeit sein?

 

Kosten: CHF 450.-

Arbeit zu dritt – Einführung in die Dolmetscher gestützte Psychotherapie

Nächstmöglicher Termin: 05./06. April 2019

DozentIn: Univ.-Prof. Dr. phil. Ulrike Kluge

Die Sprache ist das Hauptarbeitsinstrument in der Psychotherapie. Zugang zur Sprache und den mit ihr „transportierten“ soziokulturellen Hintergründen sind essentiell für das Herstellen einer therapeutischen Beziehung in sogenannten transkulturellen Settings. Aufgrund der zunehmenden Vielfalt der Herkunftssprachen unserer Patient*innen ist dies oft nicht allein von muttersprachlichen Psychotherapeut*innen zu leisten, sodass das das therapeutische Arbeiten mit Sprach- und Kulturmittler*innen/Dolmetscher*innen in der Psychotherapie bedeutsamer wird.

Das in einer therapeutischen Triade mit Sprach- und Kulturmittler*innen entstehende Beziehungsgeflecht ist komplex. So sind zum Beispiel Übertragungen und Gegenübertragungen in einer solchen Beziehung nicht mehr eindeutig zuordenbar. Sprach- und Kulturmittler*innen sind dabei keine „neutralen Sprachrohre“, vielmehr beeinflussen sie ebenso wie Patient*in und Therapeut*in die entstehenden Beziehungen bewusst und unbewusst. Seitens der Behandler*innen sind Vorbehalte und Ressentiments zu beobachten, die nicht zuletzt auf Fragen nach der eigenen Zugehörigkeit, verschiedene Momente des Unbehagens aufgrund von Fremdheitserleben, sich ändernden Machtkonstellationen etc. zurückzuführen sind. Dies gilt es in der Reflexion ebenso wie in Supervisionen zu dieser – als Kleinstgruppe zu fassenden Triade – zu berücksichtigen. Anhand theoretischer Überlegungen und entsprechender Fallvignetten wird dieses spezielle Setting vorgestellt und Chancen und Herausforderungen eines solchen Settings diskutiert.

Kosten: CHF 450.-

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Seminargebühren

Die Seminargebühr ist vor Seminarbeginn fällig.
Die fristgerechte Bezahlung der Seminargebühren ist Voraussetzung für einen gesicherten Seminarplatz.
Teilnehmer werden in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen aufgenommen.
Eine nur zeitweise Teilnahme an einem angemeldeten Seminar berechtigt nicht zur Minderung des jeweiligen Seminarpreises.
SIPT behält sich das Recht der Änderung der Seminargebühren vor.

Annullierungsbedingungen

Bei einem Rücktritt bis acht Wochen vor Seminarbeginn ist der Rücktritt kostenfrei.
Bei einem Rücktritt bis vier Wochen vor Seminarbeginn berechnen wir 25 % der Seminargebühr.
Bei einem Rücktritt bis vierzehn Tage vor Seminarbeginn berechnen wir fünfzig Prozent der Seminargebühren.
Bei einem späteren Rücktritt oder bei Nichterscheinen berechnen wir die Seminargebühren in voller Höhe.
Sie können Ihre Seminaranmeldung spätestens 14 Tage vor Seminarbeginn auf eine andere Person übertragen.

Umbuchungen

Bei Umbuchen müssen wir aufgrund des administrativen Aufwandes 40.- CHR Umbuchungsgebühr verrechnen.

Bei Absage durch den Veranstalter

SIPT behält sich vor Seminare aus wichtigen Gründen abzusagen. In diesen Fällen informieren wir die Teilnehmer rechtzeitig und bieten Ersatztermine an. Wenn Ihnen die Ersatztermine nicht zusagen, erstatten wir die Seminargebühren in voller Höhe zurück. Weitergehende Forderungen sind ausgeschlossen.