FachberaterIn für Psychotraumatologie im Alter

Das Wichtigste in Kürze

Kernkompetenzen:

Kursdauer:

ca. 18 Monate (Studienbeginn in der Regel zwei Mal im Jahr möglich)

Leitung:

PD Dr. phil. Rosmarie Barwinski, Psychoanalytikerin, Winterthur

Zielgruppe und Voraussetzungen

Der Lehrgang richtet sich an Fachpersonen, die in ihrem Arbeitsbereich mit psychisch traumatisierten älteren Menschen  konfrontiert sind. Der Bedarf an konkreten und handlungsbezogenen Konzepten ist hier besonders gross, da das Erkennen (die Diagnose) traumabedingter Symptome ausserordentlich schwierig sein kann und die in der Alterspflege üblichen Vorgehensweisen bei vielen Traumatisierten an ihre Grenzen stossen.
Voraussetzungen sind Erfahrungen im Umgang mit Menschen aus der dritten Lebensphase.

Ziele der Fortbildung

In der Fortbildung wird den TeilnehmerInnen ein umfassendes Wissen vermittelt über die Psychodynamik traumatischer Verläufe, die Diagnostik psychotraumatischer Syndrome im Alter und deren Komorbiditäten sowie über traumaspezifisch modifizierte Interventionsmöglichkeiten und Techniken der Beratung. Ein Schwerpunkt liegt neben der Vermittlung von Grundkenntnissen der Psychotraumatologie, im Erlernen von Stabilisierungstechniken einschließlich psychoedukativer Massnahmen, der Anleitung zur Krisenintervention und zum Umgang mit traumatisierten Menschen, die an Demenz leiden.

Am Abschluss der Fortbildung steht die berufsspezifische Zertifizierung zum Fachberater/zur Fachberaterin für Psychotraumatologie im Alter. Einzelne Module können auch als Spezialisierung im Rahmen der Fortbildung zum Fachberater sowie zum Fachpsychotherapeut  für Psychotraumatologie besucht werden.
Die Fortbildung wird zertifiziert durch das SIPT, das DIPT sowie den Ausbildungsausschuss der Deutschen Akademie für Psychotraumatologie (DAPT), Mitglied der EAPTL (Europäische Akademie für Psychotraumatologie).
Zudem wird die Fortbildung als Spezialisierung im CAS Psychotraumatologie anerkannt.

Aufbau der Fortbildung

Das Curriculum umfasst insgesamt 108 Unterrichtseinheiten und wird in neun zweitägigen Seminaren durchgeführt (Dauer der Fortbildung ca. ein Jahr). Die Kurstage sind jeweils in theoretische Einheiten und praktische Anwendungen unterteilt. Zusätzlich sind 16 Unterrichtseinheiten Supervision gefordert.

Modul: Umgang mit traumatisierten Menschen mit Demenz
Modul: Folgen von Traumatisierung im Alter: Diagnostik und Gesprächsführung unter traumadynamischen Gesichtspunkten
Modul: Psychohygiene - Stressbewältigung - Selbstfürsorge in sozialen Berufen
Modul: Grundkurs
Modul: Gefangen im Krieg – klinische Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen
Supervision (17. November 2017 (14.00 bis 17.15 Uhr))
Modul: Fallkonzeption und Supervision
Modul: Stabilisierung
Modul: Neurobiologie der PTSD
Modul: Posttraumatische Belastungsstörung und somatoforme Symptome und Schmerzen

 

Abschlussarbeit

Die TeilnehmerInnen erstellen als Abschlussarbeit eine Falldokumentation nach den Kriterien des Verlaufsmodells psychischer Traumatisierung. Die Abschlussarbeit ist Voraussetzung für die Zertifizierung.